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Jets'n'Guns: Review

  Personal Computer 

Ebenso wie die Levels werden auch die Gegner sehr häufig erneuert oder zumindest mit neuen Gegnerklassen erweitert. Egal wie weit ihr spielt, es kommt euch immer mal wieder ein Gegner vor die Flinte, den ihr vorher noch nicht hattet. Auch Boss-Fights gibt es in fast jedem Level. Da ihr nicht nach jedem Treffer das Zeitliche segnet, sondern eine bestimmte Menge an Schaden absorbieren könnt, fallen diese Kämpfe nicht überdimensional schwer aus, bleiben aber dennoch fordernd. Zumindest beim ersten Durchlauf, denn beim zweiten Durchgang könnt ihr bereits mit ziemlich vernichtenden Waffen dort ankommen, so dass der ganze Kampf in 30 Sekunden beendet ist.

Besonders auffällig ist auch der recht hohe Gewaltgrad, was vor allem bei den Fusstruppen deutlich wird. Die Welt ist schliesslich nicht nur von fliegenden oder fahrenden Gangstern bevölkert, sondern auch von armen Würstchen, die zu Fuss unterwegs sind. Wenn die dann die geballte Waffenladung vor den Latz geknallt bekommen, dann fliegen etliche Pixelklumpen durch die Luft und verteilen fleissig rote Farbe im Flug. Wer jetzt glaubt, das passiere nur so nebenbei, der irrt sich gründlich. Da eure Aktionen quasi im Fernsehen übertragen werden, bringt jeder spektakuläre Abschuss mehr Punkte auf euer Konto. Je spektakulärer und böser ihr also eure Gegner niedermacht, desto mehr Kohle winkt am Ende des Levels. Daher gilt die oberste Regel: Alles plattmachen, was sich bewegt oder so aussieht, als würde es sich gleich bewegen.

Ebenfalls recht brauchbar sind die gelegentlich auftauchenden Frachter. Wenn ihr diese abgeschossen bekommt, könnt ihr deren Ladung aufnehmen und nach dem Level inspizieren. Dazu müsst ihr euch zunächst ein geeignetes Tool kaufen, um den vierstelligen Sicherheitscode einzugeben. Das Ganze funktioniert als einfaches Kombinatorikspiel, bei dem euch angezeigt wird, ob eine Zahl im Code vorkommt und ob sie an der richtigen Stelle steht. Mit dieser Methode könnt ihr nicht nur preiswert an neue Waffen kommen, sondern könnt auch einfach unbrauchbares Zeug direkt wieder verkaufen.

Die Technik

Das grösste Highlight von

Jets'n'Guns

fällt bereits wenige Sekunden nach dem Laden des Intros auf: Der Soundtrack ist einfach bombastisch! Anstatt euch mit irgendwelchen notdürftig dahinkomponierten Tracks zu langweilen, dröhnen hier die Songs der Metal-Band Machinae Supremacy aus den Boxen und sorgen für die absolut passende Atmosphäre. Doch damit ist es noch nicht getan. Auch die Explosionen klingen hervorragend kräftig und sorgen für ein fröhliches Grinsen im Gesicht, wenn mal wieder ein recht grosses Kriegsschiff auf dem Boden aufgeschlagen ist und dabei eine Gruppe gegnerischer Soldaten platt gemacht hat. Selten klang ein Shareware-Titel so gut.

Optisch gesehen löst das Spiel zwar nicht dieselben Begeisterungsstürme aus, kann aber dennoch vollkommen überzeugen. Die Partikeleffekte der Waffen sind grossartig in Szene gesetzt und auch die Explosionen wirken kräftig und spektakulär. Einzig die Hintergründe könnten manchmal etwas spektakulärer sein und auch die Gegner sind nicht komplett in 3D gehalten. Hier wäre es schön, wenn ein eventueller Nachfolger alle Gegenstände in drei Dimensionen darstellen würde.

Jets'n'Guns
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Benjamin Boerner am 11 Mai 2005 @ 15:41