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Deus Ex - Invisible War: Review
GameplayWährend ihr in der Torsus-Akademie in Seattle schon erste Entscheidungen treffen müsst, führt euch das Spiel nebenbei in die Steuerung ein. Prinzipiell läuft diese wie bei einem Ego-Shooter ab: Ihr seht alles aus der First-Person-Perspektive, rennt mittels der WASD-Tasten durch die Gegend und schaut euch mit der Maus um, mit der ihr gegebenenfalls auch auf eure Gegner zielt oder Aktionen ausführt. An Waffen stehen euch dabei neben klassischen Vertretern wie Schlagstock, Pistole, Shotgun, Maschinen- oder Scharfschützengewehr und Flammenwerfer auch eher ungewöhnliche Kampfgeräte wie ein Elektroschocker, ein Kampfschwert, ein Bolzenschussgerät, das eure Gegner vergiftet, sowie eine Prototyp-Waffe, die sogar durch Wände hindurch schiessen kann, zur Verfügung. Jede Waffe hat zwei Feuermodi und lässt sich zudem mit zwei Upgrades erweitern, wodurch zum Beispiel der Schaden erhöht oder modifiziert wird, die Reichweite oder die Magazingrösse zunimmt oder sich gesichertes Glas leise zerstören lässt. Interessanterweise werden alle Waffen, ausser denen des Nahkampfes natürlich, mit ein und derselben Munition betrieben. Was zuerst ungewöhnlich klingt, ist im späteren Spielverlauf natürlich bequem, wenngleich es dem Spiel etwas taktischen Tiefgang nimmt. Aber immerhin wird je nach Waffentyp unterschiedlich viel Munition verbraucht.
Vielschichtiger wird das Spiel aber vor allem dadurch, dass ihr neben dem reichhaltigen Repertoire an Waffen über so genannte Biomodifkationen verfügt. Dabei handelt es sich um eine Art Nanobots, die in verschiedenen Bereichen eures Körpers aktiv werden und vielfältige Wirkungen verursachen. Neben der einfachen Steigerung der Körperattribute wie Stärke, Schnelle und Widerstandsfähigkeit könnt ihr mit Hilfe der Biomods die Kontrolle über Bots übernehmen, euch in Computerterminals einhacken, euch selbst heilen oder sogar unsichtbar vor biologischen oder technischen Gegner machen. Alle diese Biomods lassen sich zudem noch in drei Stufen ausbauen, wobei ihr euch aber bei jeder der fünf Körperregion für eine Modifikation entscheiden müsst, und zehren zum Teil an eurer Bioenergie, die neben der Lebensenergie entscheidend sein kann. Zudem gibt es auch noch eine mittelgrosse Auswahl an sonstigen Items wie Multitools, die ihr benötigt um Schlösser zu knacken oder elektrische Geräte zu hacken, diversen Granaten und Minen und Medi- sowie Energie-Packs, die eure Energien in kritischen Momenten auffüllen.
Durch die vielfältigen Biomodifikationen stehen natürlich für verschiedene Spielsituationen unterschiedliche Ansätze zur Verfügung. Dies wird durch das Leveldesign weiter fortgeführt und so gibt es praktisch immer ein grosses Spektrum an Möglichkeiten, eine Situation zu meistern. Klettere ich durch einen Lüftungsschacht an den Feinden vorbei? Deaktiviere ich die Beleuchtung und umschleiche sie dann im Schatten mit meiner mich leiser machenden Biomodifikation? Mache ich mich gegenüber menschlichen Gegnern unsichtbar und gehe einfach an ihnen vorbei? Ballere ich mich mit purer Waffengewalt durch? Oder übernehme ich die Kontrolle über einen Sicherheitsroboter und lasse ihn die Drecksarbeit für mich erledigen? Vielleicht kann ich ja auch durch ein Gespräch zum Erfolg kommen? Diese mannigfaltigen Lösungswege sind neben der spannenden und vielschichtigen Story das, was Deus Ex: Invisible War wie seinen Vorgänger so einzigartig machen. Anders als im Vorgänger haben die Entwickler das Spiel jetzt aber im Umfang reduziert. Während Deus Ex noch durch sein Fertigkeitensystem einen höheren Rollenspielanteil besass, setzt das Sequel mit seinen rückgängig machbaren Biodmods eher auf schnelle Action.
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