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Alpha Black Zero - Intrepid Protocol: Review
Eine Schande, dass in manchen Missionen die Tötung aller Gegner vorgegeben wird. Warum? Da gibt es mehrere Gründe. Zunächst einmal gibt es zwar ein Mini-Radar, auf dem sowohl gegnerische als auch verbündete Einheiten sowie Nachschubpunkte verzeichnet sind. Jedoch werden Feinde, die sich hinter Hügeln befinden, nicht einbezogen. Der zum Einsatz kommenden Serious-Engine sei Dank, gibt es von diesen Hügeln eine verdammt grosse Menge innerhalb eines Levels. Wie ihr euch vorstellen könnt, ist es unheimlich motivierend, im Laufschritt die hässlichen, farblich monotonen Landschaften nach versteckten feindlichen Einheiten abzusuchen. Da würde sich die Suche nach der Nadel im Heuhaufen unterhaltsamer gestalten. Davon abgesehen tauchen oft wie von Geisterhand neue Gegnergruppen in der Landschaft auf. Bereits gesäuberte Gebiete müsst ihr also wohl oder übel nochmals betreten, solltet ihr zum Ziel haben, die Gegend von Feinden zu säubern.
Eine der wichtigsten Fragen, die zwangsläufig beim Zocken aufkommen wird: Wozu ist das Team gut? Nun, keine Ahnung. Sicherlich werden sich die Entwickler irgendwas dabei gedacht haben, nur verschliesst sich uns der Beweggrund völlig. Was bringt denn bitte ein Team, dem man lediglich vier Befehle erteilen kann? Was bringt es, wenn man ein Sammeln-Kommando gibt und die Kameraden quasi im Gänsemarsch weit hinter dem von euch kontrollierten Teammitglied hinterherhinken? Selbst ein Vorrücken-Kommando fehlt - ihr könnt also genauso gut euer Team irgendwo stehen lassen und alleine zum Zielpunkt latschen.
Auch bei grösseren Gegnergruppen dürfte die Lebensenergie nur selten knapp werden - die Idioten treffen ja nichts - und immerhin sind in fairen Abständen Nachschubpunkte vorhanden, an denen ihr euren Charakter heilen und die Munitionsvorräte aufstocken könnt. Solltet ihr doch mal das Zeitliche segnen, schaltet ihr schnell auf ein anderes Teammitglied um. Das dürfte aber dann auch die einzige Daseinsberechtigung für das Team-Feature sein. Ein Taktik-Shooter mit Teamdynamik ist Alpha Black Zero jedenfalls nicht.
Sam Fisher würde sich im Grab umdrehen, wenn er tot wäreEbenfalls ein grosser Witz ist die integrierte Stealth-Option. Im Missionsbriefing schnell das passende Waffenset, bestehend aus schallgedämpften Wummen, wählen und im kommenden Level dann möglichst das Licht meiden und sich schleichend fortbewegen. Cool, oder? Nö, absolut nicht! Ihr kommt schliesslich in Rambo-Manier erstens schneller und zweitens weitaus einfacher ans Ziel. Die Mühe, im Schneckentempo voranzuschreiten, müsst ihr euch also nicht machen, zumal es auch einfach an Respekt vor der dämlichen Gegner-KI mangelt. Ausserdem sind manche Areale so stark mit endlos erscheinenden Gebirgspässen verschachtelt, dass ihr schleichend kaum unter zwei Stunden ans Ziel kommen dürftet. Hundertzwanzig Minuten voll gähnender Langeweile, wohlbemerkt. Solltet ihr sowas also wirklich vorhaben, legt euch besser ein Kissen neben der Tastatur bereit. |
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