GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

F1 2011: First Look

Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 Nintendo 3DS Playstation Portable 
Hersteller: Codemasters
Publisher: Codemasters
Genre: Simulation und Sport: Simulation
Der grosse Aufreger im Vorfeld der diesjährigen F1-Saison war wohl keineswegs irgendein technisches Bauteil, das verboten werden sollte, oder ein grober Verstoss gegen die Regeln (mit Ausnahme der Disqualifikation des Schweizer Rennstalls Sauber in Australien), sondern die Farce um das Rennen in Bahrain. Die FIA hielt sich aus allem raus, Ecclestone wollte sich anschauen, was so passiert, wenn Demonstranten mit europäischen Waffen niedergeschossen werden und hoffte auf eine Befriedung der Situation. Mit Ausnahme des Australiers Mark Webber hatte - pardon - kein Fahrer die Eier, Klartext zu reden und auf eine Absage des Renn-Events im Golfstaat hinzuwirken. Menschenrechte? Egal, solange es Millionen regnet. Und alle so: Yeah. Glücklicherweise hat es Codemasters etwas ruhiger. Da Bahrain im offiziellen Rennkalender nicht mehr vertreten war, wurde die Strecke kurzerhand aus dem Sequel zu F1 2010 gestrichen. Nicht die einzige Änderung.

F1 2011
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?



Daniel Wendorf

Oh, so wunderschön

Obwohl Codemasters' EGO-Grafik-Engine nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, schaut sie besser aus als je zuvor. Viele Licht- und Spiegeleffekte, knackige Texturen, ein Splitscreen-Modus, eine stabile Bildwiederholungsrate. So schön und schnörkellos die Grafik sich präsentiert, ist auch das Fahrgefühl der Boliden. Im Vorgänger war es möglich, einen HRT auf Pole zu platzieren. Viele Parameter und Leistungsunterschiede wurden schlicht und ergreifend ausgesetzt. HRT, Virgin oder Lotus auf Pole? Wunschdenken. Nun bocken die Karren der Hinterbänklerteams enorm, jede Kurve wird zur Kraftprobe mit der Physik. Krasser verhält es sich im Regen: Abweiser erwischt? Raus. Verbremst? Raus. Auf Vordermann aufgefahren? Viel Spass auf dem Weg zurück in die Box. F1 2011 ist gnadenlos, bockschwer und bezaubernd. Noch nie haben sich Monoposto so mächtig und nachvollziehbar angefühlt. Das Geschehen auf dem Track ist ebenfalls besser geworden. Gegner attackieren, fahren Kampflinie, nutzen das neu eingeführte DRS und wieder eingebaute KERS, um zu überholen, oder benutzen die Stallorder, um den Rest des Feldes einzubremsen. Und glücklicherweise werden die Rundenzeiten der Qualifikation nicht nur einfach mehr simuliert, sondern wirklich ausgefahren.



Die Karriere wurde von Codemasters runderneuert. Beispielsweise könnt ihr zu zweit als Piloten bei einem Rennstall anheuern und so die Weltmeisterschaft ins Visier nehmen. Klasse auch: Seid ihr allein unterwegs, wird keiner der Stammfahrer eliminiert, sondern lediglich als Testfahrer in die zweite Reihe gerückt. Fallen die Leistungen eures Kollegen gegenüber euren eigenen Ergebnissen ab, übernimmt der dritte Mann das zweite Cockpit. Entwicklungen, die ihr während der Saison vornehmt, sollen sich stärker auf das Verhalten des Gefährts auf der Strecke auswirken, daneben sorgen die neuen Pirelli-Pneus für Spannung. Wer dieses Jahr einmal die F1 geguckt hat, weiss, dass die Neuerungen dramatisch sind. Die Reifen wurden mit einem sehr starken Showfaktor gefertigt, bauen also an einem bestimmten Punkt massiv ab. Des Weiteren gibt es das Drag Reduction System (DRS), das ein Fahrer in einer bestimmten Zone einsetzen darf, sofern er weniger als eine Sekunde auf den Vordermann hat. Sollte dieses Hilfsmittel allein nicht reichen, wird kurzerhand KERS zugeschaltet, das pro Runde für 6,6 sec (oder 80 kW) eingesetzt werden kann. Künstliches Racing? Bedingt, denn die Regeln sind ja für alle Beteiligten gleich, und dem Spieler kann es vor der heimischen Glotze ziemlich schnurz sein, wie er überholt. Hauptsache, er fährt in die Punkte und beschädigt seinen Boliden nicht.

Beschädigung - ein prima Stichwort. Das Schadensmodell wurde wie viele andere Bereiche generalüberholt. Anstatt dass nun Teile am Auto komplett abfallen, können diese auch nur einreissen oder marginal beschädigt werden. Kommt es zu einer Kollision auf der Strecke, wird im realen Leben das Safety Car auf die Strecke geschickt. Das gab es in F1 2010 noch nicht, wird nun aber nachgereicht. Um sich einen besseren Überblick über das Geschehen auf dem Track zu verschaffen, wurde der Racing Director eingeführt. Eigentlich nicht viel mehr als ein Menü, das über die Pausenfunktion zu erreichen ist, versorgt er euch mit den wichtigsten Infos: Welcher Konkurrent liegt an welcher Stelle? Wer hat wie viele Boxenstopps absolviert? Welche Reifen werden gerade genutzt? Erfahrene Bleifüsse nutzen das Feature auch, um sich das Rennen einzuteilen. Anstatt das ganze Benzin mit aller Kraft zu verschleudern, lassen sich per Digitalkreuz auf dem Controller die Durchflussmengen reduzieren. Wer spart, kann immer mal wieder auf die Tube drücken oder hat im letzten Stint die Möglichkeit, mit neuen Reifen und einem noch halbwegs vollen Tank die Konkurrenz auf desolaten Pneus zu überholen und so Richtung Treppchen zu rasen.

Wieder im Fahrerlager angekommen, darf der Spieler das Leben als Rennfahrer in vollen Zügen geniessen, sich die Boxenanlagen anschauen, mit Teamkollegen sprechen oder sich einfach an der atemberaubenden Schönheit des Spiels erfreuen.

F1-2011
Personal Computer

F1-2011
Personal Computer

F1-2011
Personal Computer

F1-2011
Personal Computer

Daniel Wendorf am 28 Aug 2011 @ 12:41
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen