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Rock Band 2: Review
Die komplette Freiheit gibt es allerdings nicht. Zwar könnt ihr bei den Gigs selbst Songs auch auswählen, doch um weiter im Spiel voranzukommen, müsst ihr die vorgegebenen Stücke dann schon hinter euch bringen. Etwas bedauerlich ist, dass ihr öfter die gleichen Songs spielen müsst, denn in den Setlisten tauchen bereits freigespielte Lieder erneut auf. Das streckt die Spielzeit beträchtlich, nervt aber auch dann, wenn man einen Song mal nicht so mag und gezwungen wird, ihn mehrfach zu ertragen.
Die Individualisierung eurer Band bekommt im zweiten Teil deutlich mehr Gewicht. Euer selbst erstellter Bandname prangt hier in grossen Lettern hinter euch auf der Bühne oder auch nur mal auf einem kleinen Sticker, den die Fans sich kaufen. Das erhöht den Spass beträchtlich, zumal ihr auch diesmal wieder erspieltes Geld in Instrumente, Kleidungsstücke und allerlei Accessoires investieren könnt. Egal ob ihr als Punkrock-Lady oder eleganter Edelrocker im feinen Zwirn samt Sonnenbrille unterwegs sein wollt, viele Kombinationen sind möglich. Wer mag, arbeitet im Onlinemodus zusammen mit Freunden an der Karriere, selbst die Offline-Tour kann so rasch weiter fortgeführt werden, sehr vorbildlich!
Die Songliste des Spiels liest sich wie ein Who-is-Who der Rockmusik. Von schnellen Metalsongs von Metallica, System of A Down oder Testament über Klassiker der älteren Rockvergangenheit wie The Who, Fleetwood Mac und Dinosaur Jr. bietet das Spiel euch eine enorme Vielfalt an. Zusätzlich könnt ihr auch diesmal wieder etliche Stücke ? die meisten davon kostenpflichtig ? herunterladen, um euer Songportfolio zu erweitern. Erfreulich: bereits für den ersten Teil geladene Stücke können auch mit dem Nachfolger gespielt werden.
Ob Gruppen wie Duran Duran oder Talking Heads mit in das Paket hineingehören, darüber kann man trefflich streiten. Aber es müssen ja nicht immer die harten Klänge sein, die das Rockerherz erfreuen und zudem kommen die langsameren Notenfolgen bei längeren Spielsessions auch sehr gelegen, speziell wenn man als Drummer unterwegs ist. Zusätzliche Aufgaben bringen Abwechslung in den musikalischen Alltag. Ihr tretet bei der High Society auf, kassiert eine dicke Gage, aber erhaltet dadurch weniger Fans? Oder spielt ihr lieber auf dem Benefizkonzert, gewinnt viele neue Hörer dazu, aber bekommt kein Geld in die Bandkasse? Eure Entscheidungen behindern den Fortgang im Spiel nicht beträchtlich, sind aber unterhaltsam.
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