GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Silent Hill - Homecoming: Review

  XBOX 360 

Klar ist zu Spielbeginn erst einmal nur eins: Shepherd's Glen ist höchstens nur noch was für Elendstouristen. Dichter Nebel, permanente Dunkelheit und abartige Kreaturen sorgen für eine miese Stimmung. Und das auch schon, bevor das Spiel im weiteren Verlauf die Realität phasenweise und serientypisch mit einer noch düsteren (Alp-)Traumwelt verschmelzen lässt. Stinkt gewaltig nach einer höheren, übernatürlichen Macht, die Ärger machen will. Mit den Schergen, also fiesen untoten Monstern, hat sich Alex dauerhaft während seines Abenteuers in Homecoming herumzuschlagen. Das kann er als ehemaliger Soldat auch ganz gut - im Gegensatz zu den eher unbeholfenen, kampfunerprobten Hauptdarstellern anderer Silent-Hill-Spiele.

Alex Shepherd bringt ein neues Kampfsystem in die Spielserie. Flink und agil ist der junge Mann, laut Beschreibung erst 22 Jahre jung aber mit einem Aussehen wie ein Mittdreissiger. Ausweichmanöver zählen in den zahlreichen Auseinandersetzungen mit Kreaturen zu den Regelmässigkeiten im Spiel. Wer die nicht beherrscht, also stets im richtigen Moment die Ausweichtasten drückt, muss übel was einstecken. Oder teilt aggressiv gezielt gnadenlos aus, ohne sich lange mit der Defensive aufzuhalten. Alex schlägt schon mal mit einem Rohr oder einer Axt zu, erledigt Ferals (untote Köter, die aussehen wie die geschälten und zu Döner-Rollen verarbeiteten Vierbeiner chinesischer Fleischfarmen) bestenfalls mit dem Messer. Zwar handelt es sich bei Silent Hill - Homecoming noch längst nicht um ein neues Prügelspiel. Aber die Komplexität von Angriffs- und Verteidigungstechniken übertrifft alle bisherigen Ableger der Serie.

Wird es mit der Nähe zu viel, kann Alex auch auf Distanz gehen und die Bestien aus sichererer Entfernung mit Pistole oder Schrotflinte über den Haufen schiessen. Was mitunter auch kein Garant für ein schnelles Durchspielen ist. Manche Biester, wie etwa die Schisms, wehren auch schon mal Kugeln ab. Dann nämlich kullert die kostbare Munition sinnlos verschossen in den Gulli. Ein Nachrüsten erweist sich durchweg als schwierig. Viel zu selten findet Alex hilfreiche Gegenstände wie Magazine oder Gesundheitstränke. Und da auch Speicherpunkte äusserst rar gesät sind, mutiert Homecoming auch schon mal vom Grusel- zum Frust-Schocker. Wer von Anfang an nicht extrem sparsam mit seiner Munition umgeht und als Ballermann seine Gesundheitsdrinks wegsäuft wie Sangria aus Kübeln, wird es im späteren Spielverlauf verdammt schwer haben.

Silent Hill - Homecoming
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 


Silent-Hill---Homecoming


Silent-Hill---Homecoming


Silent-Hill---Homecoming


Silent-Hill---Homecoming


Thomas Richter am 05 Mrz 2009 @ 15:40
Kaufen