Spyborgs: Review
Aber Double Dragon hatte auch keine (gute) Story!Das Spiel selbst ist eine klassische Fortführung der guten alten Sidescroller à la Double Dragon. Ihr rennt durch die Levels, während dutzende Gegner euch den Garaus machen wollen. Dabei könnt ihr entscheiden, welche zwei der drei spielbaren Spyborgs ihr in den Kampf schicken wollt. Wählen könnt ihr zwischen Clandestine - schnell, aber nicht so stark -, Stinger, der stärker, aber langsamer ist, und Bouncer: stark, aber langsam. Die klassisch balancierte Dreifaltigkeit lässt sich wunderbar einfach steuern, indem ihr mit dem Analogstick auf dem Nunchuk die Figur bewegt und mit den Knöpfen Aktionen auslöst. Der A-Knopf dient dabei dem Sprung, der B-Knopf löst die Standardattacke aus. Blocken könnt ihr mit dem Z-Knopf und der C-Knopf leitet einen schweren Angriff ein. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, so genannte KO-Schläge auszuführen. Dafür müsst ihr den Block gedrückt halten und die Fernbedienung schwingen. Ist euer Partner dabei in der Nähe, wird automatisch ein schwerer, in Zeitlupe präsentierter, auf die Dauer aber langweiliger Komboschlag ausgelöst.
Die Möglichkeiten der Kombination sind dementsprechend üppig vorhanden, doch einen Nutzen werdet ihr daraus selten ziehen können. Das Leveldesign hat Schuld daran, dass aus Spyborgs lediglich ein langweiliger Button-Masher der klassischen, ja fast schon veralteten Art geworden ist. Ihr rennt von einem Abschnitt zum nächsten und setzt euch mit massig Gegnern auseinander. Das mag in seiner Simplizität vielleicht zwei Stunden lang Spass machen, doch spätestens wenn die Abschnitte immer kürzer, die Gegnerwellen allerdings immer grösser werden, überwiegt eine gewisse Belanglosigkeit. Keine Überraschung, keine Rätsel, kein Anspruch, keine Langzeitmotivation. Auch Angriffskombinationen sind so gut wie zwecklos, meist werdet ihr lediglich den B-Knopf und hin und wieder den Z-Knopf drücken. Dazu kommt auch noch, dass das Gegnerdesign herrlich langweilig ist. Neben Nah- und Fernkämpfern gibt es noch das klassische, nervige Fussvolk - schwach, schnell und in der Masse tödlich - sowie drei Bosskämpfe. Die drei grossen Gegner verlangen euch zwar ein wenig Koordination ab, doch mehr als die ABC-Methode - Abwarten, Blocken, COMBAT-TIME - werdet ihr nicht benötigen.
Um aber doch etwas Ähnliches wie Mehrdimensionalität in das Spiel zu bringen, gibt Capcom euch die Möglichkeit, am Ende der Levels eure Charaktere zu verbessern. Im Spiel gesammelte Credits könnt ihr benutzen, um eure kybernetischen Implantate zu optimieren und so in den vier Kategorien Gesundheit, Schaden, Moves und Spezialschläge besser zu werden. |
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