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Klonoa: Review
Abgesehen von den Bosskämpfen gibt Klonoa gerade in Bezug auf das Level-Design ein gutes Bild ab. Die durchweg in 2D gehaltenen sogenannten Visionen sind gross und stark ineinander verschachtelt. Oftmals müsst ihr viele verschiedene Wege gehen, bis ihr am Ziel ankommt. Da wechseln sich Hüpf- mit Rätselstellen ab, oder ihr müsst Schlüssel zu verschlossenen Türen finden. Zugute kommt dabei die 3D-Engine, die zwar die Tiefe darstellt, zu der ihr aber nur selten wirklich Zugriff habt. So könnt ihr Klonoa einerseits nicht nach innen oder nach aussen laufen lassen, aber anderseits können Gegner in diese Richtungen geworfen werden. Gerade hier versteckt das Entwicklerteam gerne mal Geheimnisse. Ebenfalls können in der Tiefe erblickte Ebenen meist nur durch schwer erreichbare Geheimtüren erreicht werden. So oder so teilen sich die Level auf, so dass das Spiel trotz seiner strikten Zweidimensionalität dreidimensionaler wirkt als so mancher echter 3D-Hüpfer.
Die insgesamt 14 Visionen sind gerade zu Beginn leider viel zu leicht. Dafür zieht der Schwierigkeitsgrad in den letzten vier Levels massiv an. Erst hier fällt das Fehlen der Continue-Funktion schmerzlich auf. Verliert ihr alle Leben, müsst ihr euren Spielstand neu laden und das gesamte Level nochmals durchspielen. Das kann schon mal einen Verlust von bis zu 30 Minuten bedeuten. Immerhin haben die Designer daran gedacht, genügend Checkpoints einzurichten, bei denen ihr im Falle eines Ablebens wieder anfangen könnt. Doch so kreativ wie Klonoa ist und so motivierend die Level daherkommen, die Spielzeit ist einfach viel zu kurz. Nach gut sieben Stunden habt ihr das Jump 'n' Run durch und könnt die überraschende Abschlusssequenz begutachten. Danach könnt ihr immerhin alle Levels noch mal rückwärts oder gegen die Zeit bestreiten.
Schöne Comic-Grafik mit SchwächenGenau wie vor zwölf Jahren präsentiert sich Klonoa in einer zuckersüssen Comic-Grafik. Alle Charaktere könnten einem animierten Spielfilm von Pixar entsprungen sein und die Umgebungen strahlen in allen erdenklichen Farben. Das sieht zwar schick aus, ist allerdings technisch nicht auf der Höhe der Zeit. Während Super Mario Galaxy mit tollen Effekten, detaillierten Modellen und scharfen Texturen glänzt, werden bei Klonoa schöne Levels mit unscharfen und kantigen Modellen verziert. Insbesondere die matschigen 2D-Hintergründe trüben das Gesamtbild des Spiels. Hier hätte der Hersteller noch viel mehr herausholen können. |
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