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Hasbro Familien-Spieleabend: Review
Und Sorry! Sliders ist, wer hätte es geahnt, schlicht und einfach eine Abwandlung von Sorry!. Nun ja. Problematik an der Geschichte: Weder das Handbuch noch die spielinterne Hilfe geben mehr als nur sehr grundlegende Hinweise auf das Regelwerk der hierzulande gänzlich unbekannten Spiele. Daher muss man sich die Regeln erst einmal erarbeiten. Auf die übrigen, weitestgehend bekannten Titel trifft das Gott sei Dank nicht zu.
So müsst ihr bei Vier Gewinnt, wie üblich, eine horizontale, vertikale oder diagonale Reihe aus vier Steinen eurer Farbe zustande bringen, um zu gewinnen. Beim Flottenmanöver müsst ihr blind ins gegnerische Gewässer feuern, um die Schiffe des Gegners zu versenken. Im Spiel Boggle müsst ihr mit einem vorgegebenen Buchstaben-Kauderwelsch so viele Wörter wie möglich bilden und beim Würfelspiel Yahtzee müsst ihr aus euren Wurfkombinationen die lukrativste Kombination aussuchen, um zu punkten. Jedes Spiel könnt ihr dabei nach dem klassischen Regelwerk oder, videospiel-exklusiv, mit abgeänderten Spezialregeln spielen. Je nach Spiel können einer bis vier Spieler gleichzeitig am Spektakel teilnehmen. Sind zu wenige Spieler vorhanden, füllt das Programm die Reihen durch KI-Gegner auf, die aber durchaus zu schlagen sind.
Ab geht die PartyZusätzlich zu den einzeln wählbaren Spielen gibt es aber auch einen Party-Modus für vier Spieler, in dem ihr das Regelwerk und die Spieldauer anpassen könnt. Gespielt werden dann flotte Minispiele, die vage auf den Original-Spielen basieren, aber nur noch thematisch anstatt spielerisch mit ihnen zu tun haben. Besonders mit vier menschlichen Spielern macht dieser Spielmodus am meisten Spass.
Technisch kommt Familien-Spieleabend recht ordentlich daher, ohne gross aufzufallen. Der gesamte Spielraum ist in ansprechendem, aber etwas detailarmen 3D gehalten, die Spielgeräte und Aufbauten sind originalgetreu nachgebaut und umgesetzt worden. Hier leistet das Spiel gute Arbeit. Übermässig tolle Effekte oder dergleichen fehlen aber.
Problematisch in der Wii-Version des Titels, der ausserdem noch für die PlayStation 2 erhältlich ist, ist in manchen Punkten die Steuerung. Abgesehen von den Minispielen im Party-Modus kommen die Vorzüge der Wii-Steuerung kaum zum Tragen. Im Gegenteil, manchmal erhaltet ihr dadurch sogar einen Nachteil gegenüber den PS2-Spielern. Als Beispiel wäre da Yahtzee genannt. Die Punkte-Schaltflächen in dem Würfelspiel sind so mickrig geraten, dass ein genaues Auswählen einer bestimmten Schaltfläche mit der Wiimote zur Fummelei wird, während die Gamepad-Spieler auf der PlayStation 2 sich einfach hinklicken.
Abgesehen davon hätte auch die Auswahl an Spielen für diese so genannte Spielesammlung etwas üppiger ausfallen können. Zwar sind die enthaltenen Spiele allesamt solide umgesetzt, jedoch würden uns auf Anhieb noch die einen oder anderen Hasbro-Spiele einfallen, die man hier durchaus noch hätte einbauen können. Sechs Spiele und ein Party-Modus, selbst für rund 30 Euro ist das eine etwas dünne Auswahl. |
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