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Cursed Mountain: Review

  Wii 

Die Story ist es auch, was den Spieler hauptsächlich antreibt. Dabei wird zum Glück nicht etwa ein verschwurbelter Mix aus Horror und Exotik zu einem geschmacklosen Brei angerührt, sondern es wird sich schon recht eng an die esoterischen Gepflogenheiten der tibetischen Religion gehalten. Interessierte Spieler erhalten so einen kleinen Einblick in das Who is Who des buddhistischen Pantheons, das nun einmal auch eine Menge spiritueller Grössen und Erscheinungen umfasst.

Beistand der Götter wäre manchmal auch für die Konsoleros eine prima Sache. An manchen Stellen müssen magische Siegel aufgebrochen werden. Das geschieht nicht etwa mit roher Gewalt, sondern mit rituellen Handbewegungen, wofür die Wii-Steuerung zum Einsatz kommt. Ein schneller Schüttler mit dem Nunchuk und ein Schlenker mit der Wiimote sollten hier das Sesam-öffne-dich sein. Leider arbeitet die Abfrage dabei nicht genau und lässt den Spieler schon mal in einer heiklen Situation unvollendeter Dinge zurück. Besonders fatal und frustrierend ist das, wenn einem die Entitäten eines halben Dorffriedhofs hinterherjagen. Da kann man vom Glück sagen, dass die Gestalten recht langsam unterwegs sind - Eric ist es zu unserem Leidwesen allerdings auch.

Meistens wird man aber nur von einzelnen Geistern bedroht. Die Kämpfe sehen dabei immer gleich aus: Eine magische Barriere versperrt den weiteren Weg, die Erscheinungen kommen mit Getöse auf die Spielfigur zu und müssen mit einer heiligen Axt von ihrem verfluchten Dasein erlöst werden. Im Fernkampf kann diese Reliquie Blitze verschiessen, während sie im Nahkampf ein gutes Schlagwerkzeug abgibt. Dann und wann kommt sogar mal ein Endgegner mit speziellen Eigenschaften vor.

Cursed Mountain


Dadurch, dass Geister und Begegnungen sich kaum ändern, haben erfahrene Spieler schnell das System durchschaut, und auch Genre-Greenhorns gruseln sich nur noch an den seltensten Ecken - zu undramatisch wirken hier die verschiedenen Elemente zusammen und drängen eher den Eindruck eines Kammerspiels mit Mystery-Background auf. Da hilft es auch nichts, dass über weite Strecken das Licht herabgedimmt wurde. Ärgerlich ist das nur, wenn dadurch der Eindruck entsteht, dass der Himalaja wirklich nur Einöde mit grobem Texturmatsch zu bieten hätte. Auch auf der Wii haben wir schon hübschere Umgebungen gesehen. Andererseits wird die Atmosphäre von einsamen Bergdörfern und verlassenen Gegenden dadurch gut eingefangen.

Cursed Mountain
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Martin Weber am 10 Sep 2009 @ 07:41
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