Boom Blox: Review
Werfen, ziehen, in die Luft jagenZugegeben, der Vergleich zu Jenga hinkt bei den meisten Spieltypen ganz schön. Bleiben wir jedoch zunächst einmal bei dem beliebten Gesellschaftsspiel. Auch in Boom Blox werdet ihr vor die Aufgabe gestellt, möglichst viele Steine aus einem Block herauszuziehen. Für gewöhnlich sieht die Sache so aus, dass die meisten Steine positive Punkte bringen, während Strafsteine für negative Punkte sorgen, sobald sie auf den Boden fallen. Leider ist dieser Modus auch am unausgereiftesten von der Steuerung her, denn anstatt sich vorsichtig mit der Wiimote heranzutasten, ist es deutlich ratsamer, den aktuellen Klotz einfach mit einem kräftigen Ruck zu entfernen und dabei zu hoffen, dass im Umfeld nichts hinunterfällt. Die Handhabung ist natürlich trotz allem kinderleicht. Geht mit der virtuellen Hand einfach über einen Stein, greift ihn mit der A-Taste und dann weg damit.
Deutlich lustiger sind dann doch die anderen Varianten. Meistens geht es darum, einen Turm oder bestimmte Objekte mit möglichst wenig Versuchen umzuwerfen. Anders als beim vorigen Spiel, dürft ihr hier also nichts greifen, sondern müsst auf vorgegebene Geschosse zurückgreifen. Das können Baseball-Bälle sein, aber auch Bowling-Kugeln oder sonstige Objekte werden verwendet. Ihr könnt die Kamera in der 3D-Welt zunächst frei bewegen, um einen günstigen Angriffspunkt ausfindig zu machen. Habt ihr das geschafft, gilt es, die Wiimote mit möglichst viel Schwung in Richtung Fernseher zu bewegen. Boom Blox ist in der Tat ein Spiel, bei dem die Trageschlaufe ein absolutes Pflichtutensil ist.
Als wäre es mit einfachen Blöcken nicht schon interessant genug, gezielt Schwachpunkte wegzuballern, haben die Entwickler noch etliche Sondersteine in das Spiel integriert. Es gibt normale und unbewegliche Steine. Da könnt ihr vorschleudern, was ihr wollt, die Dinger weichen keinen Millimeter zurück. Viel witziger sind da die Bombensteine, die bei einem direkten Treffer hübsch explodieren und durch die Druckwelle etliche umliegende Gegenstände mit sich reissen. Die Verschwinde-Steine lösen sich bei einem Treffer einfach auf, was zunächst sehr sinnlos klingt, jedoch durchaus clever in das Spiel integriert ist. Ist ein eventuell tragendes Element vielleicht so ein Verschwinde-Stein? Ihr seht schon, es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten. Erst recht, wenn die Chemikalien-Steine mit ins Spiel kommen. Treffen sich jeweils zwei dieser Klötze, gibt es einen kräftigen Rumms.
Insgesamt gibt es wirklich viel zu tun. Da die geworfenen Objekte auch abprallen können, haben geübte Spieler noch eine weitere Möglichkeit, um Bauten zum Einsturz zu bringen. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die den Spielspass trüben, einfach weil sie mit der Qualität der anderen Teile nicht mithalten können. In einem Modus schiesst ihr beispielsweise einen andauernden Wasserstrahl, um Objekte zu bewegen. Hierbei ist es oft schwer, die Objekte an der richtigen Stelle zu treffen, um den gewollten physikalischen Effekt zu erreichen. Noch viel sinnfreier wird es jedoch, wenn ihr plötzlich wie in einer Schiessbude im Affenzahn auf bewegliche Ziele ballern müsst. Das passt nicht nur nicht ins Konzept, sondern macht auch auf Dauer überhaupt keinen Spass. |
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