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Brothers In Arms - Double Time: Review

  Wii 

So weit ist eine detaillierte Handlung mit nicht ganz so platten Charakteren ja lobenswert, wenn diese aber durch die schreckliche Spielgrafik weitergeführt wird, hört der Spass fast auf. Ein paar abgehackte Lippen- und Armbewegungen sind da schon das Höchste der Gefühle. Somit verliert durch die schlechte Präsentation auch die Handlung deutlich an Wert. Dass sich hier und da Übersetzungs- und Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, während Untertitel abrupt enden, weil wohl jemand vergessen hat, einen Zeilenumbruch zu setzen, bevor der Bildschirm aufhört, trägt nur dazu bei.

Spielerisch lernen...

Auf das eigentliche Spiel selber reduziert, von Grafik und Handlung mal abgesehen, ist Double Time aber gar nicht so schlecht: Unter Feuerschutz der Kameraden flankiert man MG-Stellungen, stürmt Häuser oder sprengt auch schon mal den einen oder anderen Panzer in die Luft - ja, so würde man sich nicht ganz wie in einem hirnlosen Shooter fühlen, wenn da nicht diverse Mängel einen Strich durch die Rechnung machen würden.

Zum einen kann man Gegner, welche hinter einer Deckung sind, von vorne nicht angreifen, solange sie sich nicht bewegen. Vielleicht war es nur ein Fehler in unserer Version des Spiels, aber Ähnliches kennen wir auch von der originalen Xbox-Version: Egal, ob nun der Kopf eines Wehrmachtssoldaten rausguckt oder dessen Beine - sie sind nicht zu treffen, wie gut man auch zielt.

...dass das alles nichts taugt

Zum anderen ist die Wii-Steuerung mehr schlecht als recht umgesetzt worden: Zwar kann man durch die Wiimote sehr präzise zielen und Kommandos geben, aber wegen der grossen Hitbox muss man den Zeiger bis zum Bildschirmrand bewegen, bevor die Perspektive sich dreht. Ungünstig in hektischen Situationen. Das Kommando zum Zurückrufen des Squads ist hingegen genial - eine kreisförmige Bewegung des Nunchuks auf Schulterhöhe simuliert die Bewegung, die von der Armee tatsächlich benutzt wird, um die Soldaten einer Gruppe zum Sammeln aufzufordern. Wenn man verschiedenen Filmen glauben darf, versteht sich. Schlecht wiederum ist das Werfen von Granaten gelöst. Dies geschieht durch eine Wurfbewegung mit der Wiimote-Hand. So weit, so gut. Dummerweise hat man vergessen, beim Werfen den Infrarotsensor auszuschalten, so dass nach fast jedem Wurf der Blick auf den Spielhimmel gerichtet ist. Blöd und tödlich.

Bei Wii-Spielen fast schon Standard, bietet auch Brothers in Arms keinen Mehrspielermodus übers Internet. Auch lokal per Splitscreen ist nichts zu finden. Schade. Das hätte ein Kaufanreiz sein können.

Brothers In Arms - Double Time
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Wille Zante am 27 Okt 2008 @ 19:36
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