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Katamari Forever: Review

  Playstation 3 

Ein Remake mag man Katamari Forever nicht nennen, auch wenn es keine Neuentwicklung ist. Die auf dem Datenträger versammelten Levels sind eher eine aufgepeppte Bestenliste, ein repräsentativer Querschnitt aus den vorangegangenen Spielen. Grafisch hat man nicht einfach in den Fundus der PS3-Möglichkeiten gegriffen, sondern kurzerhand den Look auf Cel-Shading gestellt. Das steht dem Spiel enorm gut zu Gesicht, zumal der Anblick der Vorgänger sowieso immer einen etwas mauen Eindruck hinterliess. Da ist das Comic-Gewand doch schon so etwas wie eine willkommene Abwechslung - wenn auch die einzige.

Die Levels sind mehr oder minder geschlossene Areale, in denen verschiedene Objekte herumliegen. Mal sind es kleine Sushi-Häppchen, mal befindet man sich in einem Zoo. Der König oder der Robo-König geben vor, welcher Art die neue Murmel sein soll, damit sie zum Stern erhoben werden kann. Die bunte Kugel, die der Prinz wie ein Skarabäus nun vor sich herschubst, nimmt dabei alle kleineren Gegenstände auf. Dadurch schwillt sie zu einer beachtlichen Grösse. Mit der Kugel vergrößert sich auch die Übersicht über das Gelände. Das muss auch so sein, denn man wächst mit seinen Aufgaben. Wurden anfangs kleine Streichholzschachteln eingerollt, finden sich später Menschen darin, Schiffe und Wale, bis man schliesslich das Universum an sich aufrollen muss. "Katamari" bedeutet im Japanischen ungefähr so viel wie "Seelenkugel" und stellt damit eine existenzielle Frage: Sind japanische Gamedesigner so verrückt wie ihre Spiele?

Wirklich harte Fans der Reihe kennen die Eigenheiten der Lenkung. Diese ist mal gelungener, wie auf der PS2, mal weniger gelungen, wie auf der PSP oder der Xbox 360, aber niemals ist sie einfach oder gar zugänglich zu nennen. Mit beiden Sticks nach vorn gedrückt gibt man der Kugel Schwung, um Hindernisse zu überwinden, mit dem linken bewegt man den Prinz um den Katamari herum, um einen Richtungswechsel vorzunehmen, und mit dem rechten Stick schiebt der Prinz seine Pracht nach vorn, um alles aufzusammeln, was nicht niet- und nagelfest ist. Mit einem Druck auf die Schultertaste kann die grüne Spielfigur auch hüpfen, mehr Funktionen braucht es nicht, um zum Retter des Sternenlichts zu werden. Wenn nach Ablauf des Zeitlimits Grösse, Beschaffenheit und Inhalt nach Geschmack des Königs oder seines Stellvertreters sind, gelangt man ins nächste Gebiet, ansonsten wird man für den Misserfolg in einer kurzen Zwischensequenz bestraft.

Katamari Forever


Der Schwachpunkt war seit jeher der Coop-Modus, in dem zwei Spielfiguren einen Ball vor sich herkullern. Das kann sicherlich Spass machen, wenn einer in eine andere Richtung möchte als der andere, macht eine vernünftige Runde aber auch sehr anstrengend. Im Versus-Modus rollt man als zwei Kontrahenten das Feld auf, und zwar um die Wette. Wer nach einer bestimmten Zeitspanne die meisten Gegenstände eingekugelt hat, gewinnt. Stösst man mit seinem Gegner zusammen, fallen kleinere Teile vom Katamari ab. Diesen taktischen Vorteil kann man auch für sich nutzen, um den Umfang der gegnerischen Murmel zu schmälern. Leider hat man die PS3-Fassung nicht um einen Online-Modus erweitert, der mit Sicherheit noch weitaus mehr Motivation aus dem Spiel herausgeholt hätte. Warum eigentlich nicht? Die Xbox 360-Version konnte noch mit diesem Feature aufwarten.

Katamari Forever
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Martin Weber am 22 Nov 2009 @ 13:57
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