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Killzone 2: Review
Mit gerade einmal zehn Missionen zu je etwa einer Stunde Spielzeit ist die Kampagne des Spiels leider etwas kurz ausgefallen. Da ist es beruhigend zu wissen, dass die gebotenen zehn Spielstunden voll ausgenutzt wurden und man auch ordentlich etwas von Helghan zu sehen bekommt. Nach der erwähnten Landung am Strand von Pyrrhus führt euch euer Weg etwa in einen erbitterten Kampf um eine strategisch wichtige Brücke oder in ein wüstenartiges Gebiet ausserhalb der Hauptstadt, wo euch der Sand um die Ohren pfeift. Für genügend Abwechslung ist also auch in dieser Hinsicht gesorgt.
Egal, ob dunkle Minenschächte oder grelle Wüstensonne, die Entwickler von Guerrilla haben es geschafft, der Welt von Killzone 2 eine düstere und garstige Authentizität zu verleihen, welche durch und durch von einem einzigartigen visuellen Stil geprägt ist. Da ist es schade, dass die Geschichte des Spiels diesem ausgefeilten Universum nicht ganz gerecht wird. Zwar bietet Killzone 2 an einigen Stellen interessante Plot-Wendungen, auf die einzelnen Charaktere und Fraktionen wird während eurer Suche nach Diktator Visari aber nur spärlich eingegangen. Hier bietet das Spiel Potential für einen Nachfolger, den es, sofern wir dem sehr offenen Ende der Kampagne trauen dürfen, mit Sicherheit geben wird.
Audiovisuelles SpektakelVielen Zockern wird Killzone 2 fortan vor allem als technischer Meilenstein in Erinnerung bleiben. Auf Schritt und Tritt begleiten einen während der Exkursion nach Helghan opulent inszenierte, geskriptete Ereignisse. Gebäudestrukturen stürzen ein, gepanzerte Fahrzeuge brechen durch Wände und spektakuläre Explosionen erhellen den Bildschirm. Dabei bricht die Framerate selbst in äusserst hektischen Situationen kaum ein - lediglich kurze, gekennzeichnete Nachladepausen werden von Zeit zu Zeit fällig. Begleitet wird das imposante Treiben auf dem Bildschirm von einer zur Atmosphäre passenden Geräuschkulisse und den sehr gelungenen orchestralen Kompositionen des Holländers Joris de Man. Insgesamt dürfte der Titel selbst den schärfsten Kritikern der Plattform eindrücklich vor Augen führen, welch technisches Potential in der PlayStation 3 steckt. Killzone 2 ist nämlich kurz und knapp das bestaussehende Konsolenspiel bis dato!
Während die optische Seite vollends hält, was die ersten Videos schon vor einigen Jahren versprachen, lässt die Programmierung der künstlichen Intelligenz zeitweise zu wünschen übrig. Zwar reagieren eure Gegner äusserst klug, wechseln sie doch regelmässig die Deckung und versuchen euch im Nahkampf zu überwältigen - gerade bei der Kollegen-KI lassen sich aber einige Schwächen ausmachen. So führen sich die Mitglieder eures Spezialkommandos oft nicht sehr nützlich auf, bleiben hinter euch zurück oder versperren euch gar den Weg. Dazu sind die Übergänge zwischen den oft sehr gelungenen Animationen manchmal etwas holprig geraten. Insgesamt fallen diese kleinen Schönheitsfehler zwar auf, können aber nicht über den überragenden technischen Gesamteindruck des Titels hinwegtäuschen.
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