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Wings of Prey: Review
Erfahrene Flieger wissen, dass man besser einen Joystick für die von Wolken verhüllten Kämpfe benutzen sollte. Viele Steuerknüppel werden bereits vom Spiel unterstützt, aber die immer wichtiger werdenden Joypads der Konsolen Xbox 360 und PS3 sind nicht ohne Weiteres nutzbar. Wollten die Macher etwa dafür lieber auf Birds of Prey, das Pendant für die Konsolen verweisen, das ja ebenfalls aus ihrem Hause kommt? Durch die vielen Funktionen, die vor allem im Simulationsmodus beachtet werden müssen, stellt eine Stick-Steuerung aber eine beachtliche Hilfe dar.
Was abermals für den Arcade-Modus spricht, ist die Gelegenheit, sich in den Gefechtspausen immer mal wieder die schön gestaltete Landschaft anzuschauen. Optisch liegt der Titel im Genre weit vorn. Alle Flugzeugmodelle sind mit Liebe zum Detail und sämtlichen modernen Effekten angefertigt worden - vor allem mit modernerer Hardware wird der Anblick zum Genuss. Besitzer etwas betagterer Systeme können ebenfalls ein hübsch anzuschauendes Game zu Gesicht bekommen, auch wenn sich dann nicht jeder Lichtreflex auf dem glänzenden Metall des Flügels bricht. Nicht nur die Augen, sondern auch die Ohren werden ausreichend Versorgung mit ästhetischen Mitteln finden. Die Sounds der Motoren sind hervorragend gelungen, während die Waffen wuchtige Schüsse abgeben oder krachige Bombeneinschläge modulieren. Dass die Funksprüche kaum verständlich sind, wird wohl auch eher dem Realismus gezollt sein. Ansonsten wäre es unverständlich, warum bei den Waffen und Motorengeräuschen mit solcher Sorgfalt zu Werke gegangen wurde, bei den Funksprüchen dagegen eher Nachlässigkeit Einzug hielt.
Weniger gelungen ist die Online-Funktion. Zwar wurde mit einer Spieler-Lobby, Freundes- und Bestenlisten genügend Komfort geschaffen, um die eigenen Vorlieben filtern zu können, aber die Plattform YuPlay ist zwingend für eine Mehrspielerpartie erforderlich. Dabei kam es gelegentlich zu Lags, Stockungen in der Übertragung und grossen Unterschieden in der Ping-Zahl. Ärgerlich vor allem, wenn man sich gerade auf Siegeskurs befand und sich drei, vier Lags später wieder auf den hinteren Rängen findet. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf.
Für organisierte Sturmovik-Spieler wird bei Wings of Prey wohl trotz dieser Makel eine Menge Motivation herauskommen. Die neuen Schauplätze sind für Geschwader attraktiv und bieten neuen Raum, Taktiken auszuprobieren. Bisweilen konnten leider noch recht wenig Aktivität verzeichnet werden, auch wenn wir stets Spielkameraden gefunden haben, die gerne mit uns in den luftigen Clinch gegangen sind. |
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