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Machinarium: Review
Falls man dann doch mal vollkommen feststeckt, gibt das Spiel zwei Auswege als Abhilfe. Zum einen lässt sich für jede Umgebung ein Hinweis auf das aktuelle Ziel einblenden, etwa durch eine bestimmte Luke zu kriechen. Zum anderen gibt es auch eine vollständige, gezeichnete Lösung für den aktuellen Raum, die in der Aufmachung an ein Drehbuch erinnert. Damit diese Hilfe nicht allzu leichtfertig in Anspruch genommen wird, muss man vor jedem Aufruf zunächst ein kleines Sidescroller-Spiel erfolgreich abschliessen. Das ist zwar nicht wirklich schwer, aber nervig genug, um als Abschreckung zu dienen.
Wie die Hinweise und die skizzenartige Lösung besticht das komplette Spiel durch eine Besonderheit: es verzichtet vollständig auf geschriebenen oder gesprochenen Text. Alle nötigen Informationen werden über die Körpersprache und durch gezeichnete Gedanken- oder Sprechblasen der Roboter vermittelt. Das Ganze funktioniert grandios und schafft es, die komplette Geschichte des Spiels von hinten aufzurollen. Nach und nach erfährt man mehr über Josef, die anderen Einwohner der Stadt und die Geschehnisse, die zum Schrottplatzausflug geführt haben.
Zusammen mit dem Verzicht auf klare Worte sorgt die Präsentation von Machinarium für ein einzigartiges Spielerlebnis. Auch wenn technisch hinter dem Spiel nur die aus Webbrowsern bekannte Flash-Technologie steckt - was unschön zum Vorschein kommt, wenn man aus Versehen die rechte Maustaste drückt -, sorgen die zauberhaft handgemalte Grafik zusammen mit dem exzellenten Soundtrack für eine grandiose Atmosphäre, die von surreal über lustig bis herzerweichend zahlreiche Facetten abdeckt. Dazu tragen auch die vielen liebevollen Details im Spiel bei: Josef schluckt alle Items, wenn er sie ins Inventar packt, und entsorgt nicht mehr benötigte mit beiläufiger Lässigkeit. Wenn er eine Treppe heruntergehen soll, nimmt er auch mal eine Abkürzung und rutscht einfach das Geländer runter. Und wenn er sich langweilt, tanzt er zur grossartigen Musik eines skurrilen Robot-Jazz-Trios.
Ein paar Kritikpunkte gibt es allerdings auch, wobei sich diese - abgesehen von der kurzen Spieldauer - ausschliesslich auf technische Belange beziehen und vor allem auf das Fehlen einer richtigen Spiel-Engine zurückzuführen sind. Dass beim Klick auf die rechte Maustaste das Flash-Einstellungsmenü erscheint, wäre ja alleine nicht so schlimm. Aber dass sich einmal gestartete Aktionen nicht abbrechen lassen und Gegenstände, die man nicht verwenden kann oder will, mühsam per Hand wieder ins Inventar gelegt werden müssen, bevor man weiterspielen kann, nervt zum Teil doch schon. |
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