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STALKER - Call of Pripyat


Daniel Boll

STALKER - Call of Pripyat: Review

 
Hersteller: GSC Game World
Publisher: Namco Bandai Partners
Genre: Action: 3D-Shooter
USK: keine Jugendfreigabe
PEGI: 16+ Violence
Spieler: 32
Testversion: 1.6.01 (Patch-Download)
System Min.: Einkern-CPU mit 2.2 GHz, 768 MB RAM, DirectX 9-Grafikkarte mit 128 MB
System Empf.: Zweikern-CPU mit 2.8 GHz, 2048 MB RAM, DirectX 10-Grafikkarte mit 512 MB
GBase Empf.:
Weitere Infos: Game-Facts zu STALKER - Call of Pripyat

Fazit von Daniel Boll

Zwei Dinge sind mir in der Testphase klargeworden: Dass STALKER immer noch mit die pfiffigste Gegner-KI und die spannendsten Gefechte des Shooter-Genres hat. Aber auch, dass das gesamte Spielkonzept langsam überholt ist und einer Sanierung bedarf. Klar, es hat mir wieder mal viel Freude bereitet, in der Zone unterwegs zu sein, zumal es diesmal keine wirre Missionsstruktur mehr gibt und die Quests neben vielen Entscheidungsfreiheiten auch noch einige spannende Zwischensequenzen bieten. Schön auch, dass sich GSC Gameworld jetzt komplett vom Fraktionensystem verabschiedet hat und die halbgaren Parteizugehörigkeiten der Helden in den Vorgängertiteln der Vergangenheit angehören.

Aber, und jetzt komme ich zum Renovierungsbedarf: Die Laufwege sind ätzend wie nie, und grafisch wird ein Mischmasch geboten, der einerseits mit tollen Licht- und Schatteneffekten verzückt, andererseits mit unnatürlichen Charakteranimationen, asynchroner Sprachausgabe und störenden Nachladerucklern vergrault. Nicht umsonst heisst es in der Gerüchteküche, dass die Entwickler für STALKER 2 auf eine andere Engine-Technologie setzen werden, vielleicht sogar auf die Cry-Engine von Crytek. Dann wünsche ich mir auch wieder eine einfallsreichere Handlung mit mehr Wendungen und Überraschungen, denn Call of Pripyat lebt in erster Linie von seinen Nebenaufgaben und diversen interessanten Charakteren. Erst zum Ende hin gewinnt die Hauptgeschichte an Feuer.

In der Tat ist Call of Pripyat der bislang ausgereifteste STALKER-Teil. Das liegt einerseits am in der deutschen Verkaufsversion bereits integrierten Patch V1.6.01, andererseits aber auch an der im Vergleich zum Fehlerdesaster Clear Sky deutlich aufgestockten Qualitätssicherung. Tatsächlich fielen mir in den ersten 15 Stunden nur kleinere Fehler auf, darunter festhängende Monster, schwer erreichbare oder nicht aufnehmbare Versteckgegenstände, seltsam gestreifte Boden- und Wandtexturen, und Dialoge, die abgebrochen wurden, weil sich der Gesprächspartner währenddessen weiterbewegte. Auch kam es vor, dass Emissionen in geschlossenen Räumen ohne Fenster leuchteten, oder Gegner durch Wände hindruch Schaden anrichten konnten. Doch im letzten der drei Hauptgebiete verschärften sich dann die Probleme. Am ärgerlichsten ist hier ohne Zweifel ein zu den letzten Missionen gehörender Auftrag, nach dessen Ende das Spiel bei mir reproduzierbar abstürzt. Auch ein Neubeginn des Quests schafft keine Abhilfe. Teils kann ich den Absturz umgehen, darf dann jedoch mit keinem Charakter mehr sprechen und bleibe dann spätestens in der übernächsten Mission wieder hängen, weil ein Skript nicht auslöst. Dadurch bleibt es mir auch verwehrt, das Spiel komplett zu Ende zu zocken.

Hier besteht also dringend Besserungsbedarf - fast bin ich schon geneigt, den Rat zu geben, mit dem Kauf abzuwarten, bis zumindest dieser Showstopperbug nachweislich mit einem neuen Patch behoben wurde. Denn es ist wie gesagt unklar, unter welchen Umständen es dazu kommt. Vermutlich bestimmen vorige Entscheidungen darüber, ob der Auftrag problemlos beendet werden kann oder ein Weiterkommen gänzlich verhindert wird. Dass ich kein Einzelfall bin, zeigt ein Blick ins offizielle STALKER-Forum.

Mit obiger Einschränkung kann ich euch das Spiel trotzdem empfehlen. Immerhin kostet es nur 30 Euro - und für 10 Euro mehr bekommt ihr schon die Special Edition. Vielleicht könnt ihr euch bis zum nächsten Patch die Zeit mit den ersten zwei Hauptgebieten vertreiben und Pripyat selbst erst mal meiden. Oder ihr zockt den recht soliden Mehrspielermodus.

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Review Lesen - Seite 1

Pro: Contra:
+ Abwechslungsreiche Quests
+ Durchdachtes Shop- und Inventarmenü
+ Recht fehlerarm...
+ Solider Mehrspielermodus...
+ Spannende Gefechte
+ Tolle Licht- und Schatteneffekte
- Hässliche Aufpoppeffekte
- Nervige Laufwege, keine Grenzübergänge
- ...doch zum Schluss Showstopper-Gefahr
- ...mit diversen Macken
- Oft inhaltsleere Umgebungen, geringe Erkundungslust
- Schwache Haupthandlung
- Störende Nachladeruckler

Gesamtwertung:  
GBase Score:
7.5
Abwechslung: Gut
Atmosphäre: Befriedigend
Bedienung: Gut
Langzeitmotivation: Befriedigend
Herausforderung: Gut
Spieldauer: Befriedigend
Multiplayer: Befriedigend
Preis/Leistung: Befriedigend
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Daniel Boll am 10 Nov 2009 @ 15:03
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oczko1
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