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Das Schwarze Auge - Drakensang - Am Fluss der Zeit: Review
Auch in diesem Teil besteht eure Gruppe aus vier Charakteren. Ab und zu gesellt sich noch jemand dazu, doch die Gruppe an sich besteht aus maximal vier Mitgliedern. Da ihr mit einem Schiff auf dem Fluss unterwegs seid, ersetzt das Boot das Spielerhaus aus dem Vorgänger. Hier könnt ihr dann auch folgerichtig eure Gruppe neu zusammenstellen, da ihr im Laufe der Geschichte mehr als nur drei wählbare Charaktere kennenlernt, die sich eurer Heldengruppe anschliessen möchten.
Die Kämpfe verlaufen erfreulich taktisch und vielfältig, wie man es von einem guten Rollenspiel erwartet. Nahkämpfer platziert ihr entsprechend nach vorne und Fernkämpfer oder Magier attackieren von hinten und versorgen die Gruppe mit Heilung. Wer viel Action in Kämpfen sucht, wird jedoch enttäuscht sein. Drakensang bietet euch eher gemächliche Kost, bei der ihr öfter das Geschehen pausieren werdet, um euren Kameraden neue Aktionen zuzuweisen. Nein, es läuft grundsätzlich nicht rundenbasiert ab, theoretisch wäre dies aber möglich. Es ist euch jederzeit im pausierten Modus möglich, die Waffe zu wechseln oder Sprüche auszuwählen. Für ein fixeres Erlebnis in den Gefechten stehen euch aber auch Schnelltasten zur Verfügung. Veränderungen im Kampfsystem gibt es jedoch nicht, nach wie vor stehen euch mit Angriff und Verteidigung nur zwei Grundtaktiken zur Verfügung.
Am Fluss der Zeit entwickelt sich erst nach geraumer Zeit zu einem atmosphärisch guten Rollenspiel. Toll eingefangen wurde insbesondere der feine, oftmals zynische, jedoch nie bösartig anmutende Humor der DSA-Reihe mitsamt dem so typischen Wortwitz. Einige Anspielungen auf aktuelle Geschehnisse, Filme oder Bücher sorgen für Schmunzler. Man merkt auch dem zweiten Teil an, dass diesmal wieder Autoren des DSA-Universums mitgewirkt haben. Je weiter man in der Handlung vorankommt, desto interessanter werden die Nebenaufgaben als auch die Personen, mit denen ihr euch unterhaltet und die euch Quests vermitteln.
Leider kann da die Hauptgeschichte nicht mithalten. Zu uninspiriert und mit wenig dramatischen Elementen gespickt, klickt ihr euch eher gelangweilt durch die eigentliche Handlung. Ihr schippert mit eurem Kahn von Ort zu Ort, erledigt ein paar Quests, sucht etwas und geht wieder an Bord, um woanders weiterzusuchen. Nach gut 20 Stunden ist das Vergnügen dann vorbei und man wird den Eindruck nicht los, dass es an dieser Stelle eigentlich so richtig hätte losgehen sollen. Das ist bedauerlich, denn der erhoffe Höhepunkt bleibt aus, etwas unbefriedigt blickt man als Spieler auf das Erlebte zurück. |
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