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The Last Remnant: Review

  Personal Computer 

Das ist wirklich sehr ärgerlich, sind in den Gegenden doch viele Schatztruhen und Rohstoffquellen verteilt. Letztere werden mit Hilfe des Herrn Buddler, einer skurrilen kleinen Kreatur, geplündert. Lustig: Mit der Zeit steigt der Zwerg selbst auf, erlernt diverse nützliche Fähigkeiten, die den Wert oder die Menge der Funde erhöhen. In Schatztruhen finden sich häufig Übersichtskarten für aktuelle Quest-Gebiete, aber auch Gold und sehr starke Waffen.

Manche Ausrüstungsteile können nur von einer bestimmten Rasse genutzt werden. Dann hat Rush die Wahl: Verkaufen, in Einzelteile zerlegen oder abwarten, ob ein KI-Gruppenmitglied Interesse bekundet und sich den Gegenstand ausborgt. Auf diese Weise kann man indirekt bestimmen, welche Waffen die Kameraden verwenden. Ab und an fragt auch mal einer um Rat, in welche Richtung er sich weiterbilden soll. So hat man Einfluss darauf, ob ein Magier sich letztlich vielleicht doch zum Kämpfer weiterbildet oder in eine Allrounder-Kerbe schlägt. Keine üble Idee von den Entwicklern, denn so wird die Unfähigkeit des Spielers, andere Charaktere als Rush direkt zu verwalten, ein wenig kompensiert.

Was bei den Nebenaufgaben einen Tick zu automatisiert geschieht, ist bei handlungskritischen Quests teils sehr undurchsichtig gelöst. Nicht nur einmal steht man mit einem dicken Fragezeichen über dem Kopf in einer Stadt und weiss nicht so recht, was als Nächstes zu tun ist. Ein Missionslogbuch existiert zwar, gibt aber für solche Fälle keine Informationen preis. Also läuft man sich die virtuellen Hacken wund und durchsucht auch mal mehrere Stadtviertel, bevor man dank eines wichtigen Charakters dann doch voranschreiten kann. Dass solche Hauptmissionen nicht detailliert nachzulesen sind, ist ein ziemlich böses Versäumnis der Entwickler.

Zwischen hübsch und hässlich

Die zum Einsatz kommende Unreal-Engine 3 zeigt sich nicht in allen Belangen von ihrer schönsten Seite. Sind Charakteranimationen, Wasser- und Lichteffekte noch ziemlich sehenswert, drücken teils blasse Texturen und flackernde Schatten den Gesamteindruck herunter. Die Schatten sind sowieso ein Fall für sich, können sie doch selbst Oberklasserechner schon in mittleren Schlachten in die Knie zwingen. Der Detailstufe der Schatten sollte in solchen Fällen auf ein Minimum verringert werden, was die Framerate spürbar nach oben steigen und das Spiel gleichzeitig nur wenig Grafikqualität einbüssen lässt. Musikalisch wird eine breite Palette geboten - von harmonischen Klängen bis hin zu fetzigen Stücken, die vor allem in Kämpfen für ein Atmosphäreplus sorgen.

The Last Remnant
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Daniel Boll am 29 Apr 2009 @ 00:01
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