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Tour de France 2008: Review
Cyanide hat den bekanntesten Sportlern glaubhafte Werte gegeben und auch an die Wettervorlieben der Rennfahrer gedacht. Die Attribute der Fahrer und Teams stimmen sehr gut mit den realen Vorbildern überein. Einige kleinere Abweichungen sind zwar sicherlich vorhanden, werden aber ohnehin nur echten Radsportfans auffallen. Das Balancing sorgt auf jeden Fall für glaubwürdigen Radsport.
Optisch kann das Spiel weder in den langweiligen und pixelig erscheinenden Menüs noch im Renngeschehen selbst überzeugen. Bei der Landschaft müsst ihr schon beide Augen zudrücken, wenn ihr diese als gelungen bezeichnen wollt, denn vieles wirkt doch sehr steril und unansehnlich. Doch zumeist seid ihr ohnehin in der Vogelperspektive unterwegs und habt lediglich den Blick auf das Feld und die Strasse. Mehrere Kameraansichten lassen euch aber freie Wahl, wie ihr das Renngeschehen betrachten wollt, von der Helikopteransicht bis zu verschiedenen Ansichten der obligatorischen Motorradkameras. Ein Fortschritt zur Version aus dem letzten Jahr ist jedoch nicht auszumachen.
Schade, dass es Cyanide noch nicht geschafft hat, den deutschen Kult-Radsportfachmann Herbert Watterot für den Rennkommentar ans Mikrofon zu bekommen. Der Kommentator spricht zwar deutlich und informativ, jedoch fehlt es ihm an der herrlichen Euphorie, der Überschwänglichkeit bei der Zielankunft des Feldes, der Metaphorik bei den Sprints und den Bergfahrten eines gestandenen Journalisten wie Watterot eben. Mit leicht verträglicher Musikkost versucht das Programm euch immerhin während längerer Spielsessions bei Laune zu halten.
Nahezu unverändert ist der Managementteil geblieben. Das ist schade, denn die Tabellen sind im Gegensatz zu den Rennen sehr dröge, schnell wünscht man sich, wieder auf der Strasse zu sein. Dabei sind die Optionen in den verschiedenen Menüs durchaus umfangreich. Neben dem Kauf des richtigen Materials und den Verträgen von Fahrern sowie Betreuern, kümmert ihr euch um die Aufbesserung des Budgets. Trainingslager und -einsätze bereiten eure Fahrer gezielt auf die jeweiligen Saisonhöhepunkte vor. In den Trainingslagern wird aber nicht nur die Fitness der Fahrer gesteigert, sondern auch die Fähigkeiten, die in mehreren Kategorien aufgeteilt sind. Blöd nur, dass die Nachvollziehbarkeit der Aufwertungen nicht gegeben ist. Eine prozentuale Angabe der Trainingsauswirkung wäre hilfreich gewesen.
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