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Crysis Warhead: Review
Nach jedem Bildschirmtod müsst ihr euch neu ausrüsten. In einem komfortablen Kaufmenü deckt ihr euch je nach Kontostand mit Pistolen, Gewehren, Granaten, Reparaturkits und Waffen-Upgrades ein. Habt ihr entsprechende Fabriken in eurem Besitz, könnt ihr dort Wunschvehikel in Auftrag geben. Wenige Zeit später rollt dann beispielsweise ein nagelneuer Kampfpanzer aus der Fertigungshalle. Verfügt ihr über die notwendigen Gebäude, kann eine Atombombe hergestellt und durch die Gegend transportiert werden. Der Sieg ist euch damit fast gewiss, es sei denn, der Feind schafft es, das Gefährt zu zerstören und wichtige Einrichtungen zurückzuerobern. Auf einer Übersichtskarte seid ihr stets über die aktuelle Lage eures Teams im Bild und seht genau, welche Ziele in eurer oder gegnerischer Hand sind.
VerfehlungenNeben dem bereits erwähnten fehlenden Respawn-Schutz gibt es noch andere Kleinigkeiten zu bemängeln. Vor allem die verschwindend geringe Menge an DirectX-10-Servern ist sehr schade. Auf DirectX-9-Servern sind die Schlachtfelder nämlich sehr statisch. Selbst kleinere Bäume und Verkehrsschilder wirken widerstandsfähig wie Stahlbeton und rühren sich selbst dann keinen Zentimeter, wenn ein Kampfpanzer dagegen rast. Mit DirectX 10 hingegen wäre die volle Palette an Zerstörungswut aus dem Solomodus möglich. Explodierende Hütten, umknickende Bäume und herumfliegende Gegenstände würden der ohnehin schon bombastischen Atmosphäre das Sahnehäubchen aufsetzen. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Crytek will DirectX 9 sowie DirectX 10 nämlich zusammenlegen und somit allen Spielern die vollen Zerstörungsmöglichkeiten bieten.
Ein Hingucker sondergleichenCrysis Warhead ist der wohl schönste Ego-Shooter, den es gibt. Da gibt es keine Diskussion. Nirgendwo anders gibt es so glaubwürdige Inselgebiete zu sehen. Büsche und Bäume wiegen sich im Wind und knicken teils bei Beschuss um. Vogelschwärme suchen am Boden nach Futter, Ratten bevölkern heruntergekommene Industrieanlagen, Krabbengruppen verirren sich auf das Festland. Je nach Tageszeit bestimmen wunderschöne Licht- und Schattenspiele das Bild, aber es gibt auch Innenareale, die in dieser Hinsicht überzeugen. Etwa ein atmosphärisch ausgeleuchtetes Bergwerk, in dem stellenweise Wasser durch die Decke dringt. Apropos Wasser: Der Anblick des Meeres ist auch diesmal wieder eine Augenweide. Und dass die Explosionen erneut für multiple Orgasmen bei Actionfans sorgen werden, deuteten wir weiter oben bereits an.
Ein dickes Lob verdient ausserdem die Sound-Kulisse. Kommen Surround-Systeme mit starkem Subwoofer zum Einsatz, fühlt ihr euch bei Explosionen wahrlich mittendrin statt nur dabei. Erfreulich, dass sich die Musikuntermalung dynamisch der Spielsituation anpasst, und dass die deutsche Sprachausgabe gut gelungen ist.
Etwas enttäuschend sind lediglich unschöne Aufpoppeffekte bei Gräsern und manchen Gegenständen. Das fällt in der Hitze des Gefechts jedoch kaum auf. Das Physikmodell ist so weit klasse, kann euch aber unter Umständen töten. Es reicht manchmal schon, gegen eine harmlose Metalltonne zu rennen, um zerquetscht zu werden. Eine derartige Überempfindlichkeit kennt man aus vielen physiklastigen Spielen. |
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