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Dawn of War II: Review

  Personal Computer 

Da wäre zum einen Tarkus, der die taktischen Space Marines kommandiert. Diese Marines sind gute Allrounder, die sowohl im Nahkampf als auch mit ihren Schusswaffen ordentlich aufräumen. Avitus kommandiert einen Devastorentrupp, der in erster Linie durch seine massive Feuerkraft positiv auffällt. Thaddeus, der erst in Storymission Nummer Vier zu euch stösst, kommandiert einen Trupp von Jetpack-Soldaten, die verheerende Sprungangriffe ausführen können. Cyrus führt einen Spähtrupp an, der unbemerkt angreifen, infiltrieren und mit Präzisionswaffen zuschlagen kann. Und zum Schluss gibt es auch noch Captain Davian Thule, das prominenteste Mitglied der Truppe, der mit einem mächtig gepanzerten Roboter auf dem Schlachtfeld aufräumt. Wie Thaddeus stösst aber auch Thule erst später zu eurem Trupp. Insgesamt besteht euer Team damit aus sechs Spezialisten und deren Gefolgsleuten, jedoch könnt ihr pro Einsatz maximal vier Squads mit in die Schlacht nehmen, wobei einer der vier Plätze stets für euer Alter Ego reserviert ist.

Es gilt also, vor den verschiedenen Einsätzen eine gewisse taktische Vorauswahl zu treffen. In einer brachialen Eroberungsschlacht zählen beispielsweise dicke Kanonen mehr als ein Spähtrupp, weshalb sich Cyrus dann mit seinen Mannen auf dem Mutterschiff ausruhen darf - wenn ihr so entscheidet. Während die namenlosen Space Marines in der Schlacht sterben und dann nur an eventuell eroberten Energiepunkten ersetzt werden können, können die Anführer der Squads lediglich verwundet und dadurch kampfunfähig werden. Dann ist es an den übrigen Kämpfern, den verwundeten Kameraden wiederzubeleben.

Durch diese Strukturen und dieses Gameplay erinnert Dawn of War II spielerisch enorm an das ebenfalls von Relic kommende Company of Heroes. Kein Basisbau, Squads mit Spezialfähigkeiten - das kommt uns alles sehr bekannt vor. Auch die Möglichkeiten, hinter Mauern und Felsen Deckung zu suchen, Gegner mit Sperrfeuer festzunageln oder Gebäude für einen Hinterhalt zu besetzen, kennen wir bereits aus dem Weltkriegs-Titel. So enttäuscht also Fans des ersten Dawn of War-Titels sein mögen, so sehr werden sich alle Fans von Company of Heroes freuen.

Diablo light

Hinzu kommen diverse Rollenspiel-Elemente. Die Anführer eurer Squads sammeln im Einsatz Erfahrung und steigen damit stetig auf. Nach den Kämpfen vergebt ihr rudimentär Fähigkeiten-Punkte und schaltet damit neue Talente eurer Kämpfer frei. Mit erbeuteten Waffen und Ausrüstungsgegenständen züchtet ihr eure Trupps weiter hoch oder gebt sie für weitere Erfahrungspunkte wieder in Zahlung. Das alles hebt den taktischen Anspruch und macht Dawn of War II, zumindest auf den oberen Schwierigkeitsgraden, für Profis enorm interessant. Einsteiger kommen dank des fairen Spielbeginns ebenfalls gut ins Spielgeschehen rein.

So interessant das alles spielerisch klingt, so dürftig ist das Drumherum. Relic schafft es enttäuschenderweise nicht, eine packende Geschichte zu erzählen. Cutscenes in Spielgrafik gibt es kaum und auch das Render-Intro zu Beginn des Spiels hat keinen echten Story-Gehalt. Die meisten Elemente der äusserst dürftigen Handlung bekommt ihr durch den unspektakulären Funkverkehr nach den Einsätzen serviert. Die Karten, auf denen die Kämpfe stattfinden, wirken wie zufallsgeneriert und stechen in der Regel nicht durch besondere optische Merkmale heraus. Dazu kommt, dass es im Prinzip nur wenige verschiedene Missionstypen gibt. In Attentat-Missionen gilt es einen Bossgegner zu besiegen, in Verteidigungsmissionen müssen wichtige Gebäude gegen mehrere Angriffswellen verteidigt werden.

Dawn of War II
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Tobias Kuehnlein am 27 Feb 2009 @ 10:21
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