GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

The Book of Unwritten Tales: Review

  Personal Computer 

Segen und Fluch zugleich ist die Tatsache, dass viele Hotspots nach zwei- oder dreimaliger Untersuchung inaktiv werden, sofern sie nicht mehr fürs Weiterkommen vonnöten sind. Zudem können Gegenstände aus dem Inventar wirklich nur an Objekten angewendet werden, für die sie gedacht sind. Andernfalls ist schlichtweg keine Aktion möglich. Dadurch wird der sowieso schon niedrige Schwierigkeitsgrad noch tiefer in den Keller gedrückt, andererseits haben die Entwickler damit aber einen pfiffigen Weg gefunden, nervige Monologe wie "Das klappt so nicht!" weitflächig zu umgehen und zusätzlich die Übersichtlichkeit in den Arealen zu gewährleisten. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die Rätsel sind trotz ihrer Einfachheit extrem vielfältig und unterhaltsam gestaltet worden. Ob man einen betrügerischen Wahrsager beim Glücksrad austrickst, eine Magierausbildung in Rekordzeit absolviert oder einem weiblichen, sehr devoten Drachen dabei hilft, ein furchteinflössendes Monster zu werden - für Abwechslung ist definitiv gesorgt.

Geradezu genial wird es, wenn mehrere Protagonisten gleichzeitig gesteuert werden müssen. Dann gilt es, die individuellen Vorteile der Helden miteinander zu ergänzen, also etwa Nates Stärke und Wilburs geringe Körpergrösse an den passenden Stellen einzusetzen. Natürlich müssen auch gewisse Gegenstände untereinander ausgetauscht werden, um weiterzukommen. Jeder Charakter sieht die Spielwelt übrigens etwas anders. Was für Wilbur ein Alltagsgegenstand ist, mutiert für Ivo zu einem Zwergendingsda, mit dem sie nicht viel anfangen kann. Folglich hat Ivo auch eine gänzlich andere Meinung zu gewissen Dingen als Wilbur oder Nate. Man hat nie das Gefühl, dass irgendwelche Standardsprüche heruntergerattert werden. Alles wirkt sehr durchdacht und originell, weshalb man Gegenstände gerne mehrmals untersucht.

Etwas zäh ist hingegen das Umschalten zwischen den Figuren, sofern sie sich in einem Raum befinden. Um nämlich zu vermeiden, dass ein Charakter ein wichtiges Objekt versperrt, wird immer erst eine mehr oder weniger kurze Animationssequenz eingeleitet. Will man von Nate auf Wilbur umschalten, muss man also erst mal warten, bis Ersterer an eine problemlose Position manövriert wird. Erst dann erhält man die Kontrolle über den Gnom. Eigentlich durchaus sinnvoll, doch auch hier wäre die Möglichkeit, eine Animationsfolge zu überspringen, wünschenswert gewesen.

Monkey World of Diablo the Sorcerer

Rätsel toll, Dialoge klasse - wie steht's denn mit der Gagdichte? Hier gibt sich Book of Unwritten Tales nicht minder vielseitig. Anspielungen auf Diablo, Monkey Island, Simon the Sorcerer und World of Warcraft sind zuhauf zu finden, allerdings weniger aufdringlich verpackt als in anderen Spielen. Das ist als Kompliment zu verstehen, denn trotz der hohen Anzahl an Seitenhieben bleibt das Spiel mitsamt seinen Charakteren einzigartig, mutiert also nicht zu einer Art Parasit, der sich von Einfällen Dritter ernähren muss. Schön auch, dass die Handlung mit vielen unerwarteten Wendungen bei Laune hält und die Helden in immer turbulentere Situationen bringt. Dass die böse Seite dabei auch ihr Fett wegkriegt, versteht sich von selbst. Ein gewisser Wachtroll hat beispielsweise sehr unter den Machenschaften des Spielers zu leiden. Armer Kerl.

The Book of Unwritten Tales
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 

Tags:
BOUT

The-Book-of-Unwritten-Tales


The-Book-of-Unwritten-Tales


The-Book-of-Unwritten-Tales


The-Book-of-Unwritten-Tales


Daniel Boll am 15 Apr 2009 @ 00:03
Kaufen