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Mass Effect: Review
Und sonst?Die filmreifen Dialoge und das freie Missionsdesign sind euch noch nicht genug? Kein Problem, bietet Mass Effect doch nebenbei noch einige Dinge, um die Zeit zu vertreiben. Macht es euch in Tanzbars gemütlich, flirtet mit untergebenen Offizieren, streitet mit Bordpersonal über die zunehmende Anwesenheit von Alien-Rassen oder fachsimpelt mit dem Cheftechniker über das moderne Antriebssystem der Normandy. Klar, eine Sandbox à la Grand Theft Auto IV dürft ihr nicht erwarten, dennoch wird abseits des Handlungsstrangs genug Abwechslung geboten.
Die weiter oben erwähnten Kisten, in denen sich nützliche Gegenstände befinden können, sind teils verschlossen und können in Form eines Minispieles geöffnet werden. Alternativ investiert ihr etwas Universalgel - ein Rohstoff, aus dem so gut wie alle Ausrüstungsteile bestehen. Während einer Mission stosst ihr auch mal auf kleinere Schalterrätsel oder dürft in einem Reifenpanzer Platz nehmen. Da dieser sich aber sehr fummelig und ungenau steuert, kommt kaum Freude auf.
TechnikDank einer verbesserten Unreal-Engine 3 dürft ihr euch auf sehr detaillierte, stimmungsvolle Innenareale freuen. Vor allem die High-Tech-Labors mancher Raumstationen können mit ihrem metallisch glänzenden Look und den atmosphärischen Ausleuchtungen überzeugen. Zumeist werden euch plastische, scharfe Texturen geboten, doch gibt es auch eher langweilige Aussengebiete mit monotoner Texturierung und Farbwahl. Auffällig ist die stets sehr verrauschte Grafik, die wohl den cineastischen Aspekt unterstützen soll. Beeindruckend: Auf unserem Testsystem, einem Core 2 Duo mit 3,2 GHz, 4 GB RAM und GeForce 8800 GTS 640, gehen Lade- und Speichervorgänge meistens in unter zehn Sekunden vonstatten. Als Betriebssystem kommt in unserem Fall Vista 64 zum Einsatz.
Mass Effect ist erstaunlich fehlerfrei für ein derart komplexes Rollenspiel. Nach über zehn Stunden Spieldauer hatten wir lediglich einen Absturz, einen Skriptfehler und manch einen nicht lokalisierten Dialog zu beklagen. Also nichts, was den Spielspass sonderlich trüben würde. Gänzlich unzufrieden sind wir jedoch mit den dynamischen Schatteneffekten, die vor allem auf den Charakteren richtig unnatürlich aussehen. Zum Glück ist dieses Feature deaktivierbar, was dann allerdings auch die Umgebungsschattierung betrifft. |
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