Warhammer Online - Age of Reckoning: Review
Welches Schweinerl hättens denn gern?Auf jeder Seite stehen zehn verschiedene Klassen zur Verfügung, die jeweils fest an die unterschiedlichen Rassen gebunden sind. Wenn ihr also einen Maschinisten spielen wollt, dann könnt ihr das ausschliesslich als Zwerg und auf der Seite der Ordnung. Zu Anfang stiess uns diese Einschränkung durchaus negativ auf, da so natürlich die individuelle Ausgestaltung des eigenen Charakters etwas auf der Strecke bleibt. Dafür besitzt jede Klasse ihren eigenen Charm. Auf der Seite der Ordnung kämpfen die Hochelfen, als älteste Rasse, zusammen mit den Menschen und Zwergen gegen die Dunkelelfen, die gemeinsam mit den Grünhäuten und Chaosmenschen in die Schlacht ziehen. Die Aggression ging ursprünglich von den Dunkelelfen aus, die endlich ihre arroganten Blutsverwandten, die Hochelfen, vom Thron der Herrschaft stossen wollten. Damit diese, dank der Unterstützung durch Zwerge und Menschen, aber nicht unbesiegbar bleiben, stachelten die Dunkelelfen die Grünhäute an, die Zwerge anzugreifen. Und so entstanden in Warhammer Online diese drei Paarungen. Dunkelelfen kämpfen in einem Landstrich gegen Hochelfen, Zwerge in einem anderen Teil der Welt gegen Grünhäute, und Menschen in einem dritten Bereich gegen die Chaosmenschen.
Ihr zieht zu Beginn eurer Karriere zumeist mit Blutsverwandten in die Schlacht, was ein eigenes Gemeinschaftsgefühl und eine gewisse Rassenidentifikation mit sich bringt. Kapitelweise entfernt ihr euch von eurer Geburtsstätte und erkundet die entlegeneren Regionen. Die unterschiedlichen Landschaften der jeweiligen Gebiete versprühen ein eigenes Flair und sorgen für Abwechslung als auch für eine glaubhafte Kulisse sowie eine ordentliche Portion Atmosphäre. Aber keine Angst, nur weil eure Freunde unbedingt eine andere Klasse oder Rasse spielen wollen, heisst das nicht, dass ihr getrennte Wege gehen müsst. So lange ihr auf derselben Seite in diesem Konflikt kämpft, könnt ihr euch natürlich zusammenfinden. Fliegt einfach am nächsten Flugpunkt eures Vertrauens in das Land eurer Freunde und stürzt euch dort gemeinsam mit ihnen ins Abenteuer. Sehr interessant ist im Übrigen das Gefühl, beispielsweise als Hochelf sehr früh in das Land der Zwerge zu reisen, um dort gemeinsame Sache zu machen. Ihr werdet euch wirklich als Exot unter den ganzen Dreikäsehochs fühlen, was wiederum der Atmosphäre durchaus zuträglich ist.
Wer kann was?Insgesamt gibt es zehn verschiedene Klassen, die aber aufgrund der unterschiedlichen Ausgestaltung für beide Seiten sehr eigen geworden sind. Schauen wir uns das Ganze einmal im Vergleich an. Noch sehr ähnlich sind sich die sogenannten Tank-Klassen, also die Berufe, deren Job es ist, auf dem Schlachtfeld Schaden auszuhalten. Die Grünhäute schicken den Schwarzork ins Feld, dem die Zwerge den Eisenbrecher entgegenhalten. Daneben könnt ihr noch den Schwertmeister der Hochelfen für das Imperium auswählen oder aber den Auserkorenen der Chaosmenschen, wenn ihr die Seite der Zerstörung unterstützen möchtet. Als Schwarzork oder Schwertmeister müsst ihr die verschiedenen, aufeinander aufbauenden Fähigkeiten miteinander verknüpfen. Um etwa ?Schneller Einschnitt? ausführen zu können, müsstet ihr erst einen anderen Angriff auslösen, der den Schwertmeister in den Status der verbesserten Balance versetzt.
Mit "Schneller Einschnitt" befindet sich euer Charakter dann in der perfekten Balance und kann dementsprechend aus stärkeren Angriffen wählen. Der Ork macht sich nichts aus Gleichgewicht und ist froh, wenn er einen Plan und natürlich noch glücklicher, wenn er einen "gut'n Plan" von irgendetwas hat. An sich ist die Spielmechanik hinter beiden Klassen aber die gleiche. Eisenbrecher und Auserkorener unterscheiden sich da schon deutlicher. Ersterer steigert sich mit jedem eingesteckten Treffer mehr und mehr in seinen Groll und setzt die so angestauten Wutpunkte in spezielle Fähigkeiten um. Der Auserkorene hingegen arbeitet mit verschiedenen Flüchen, um Feinde zu schwächen und Verbündete zu stärken.
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