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Turok: Review
Ähnlich mager wie die Handlung ist auch die spielerische Abwechslung. Anfangs macht es ja noch einen Heidenspass, aggressive Saurier mittels Leuchtkugeln in die Nähe von menschlichen Widersachern zu locken und auf diese Weise Munition zu sparen. Nicht zu vergessen die recht delikaten Tötungssequenzen, sofern ihr euch mit dem Kampfmesser an Feinde oder Urviecher heranschleicht. Da werden dann auch mal effektvoll Kehlen durchgeschnitten, inklusive übertriebener Blutfontänen bei den Riesenechsen. Bei den Combine-ähnlichen Söldnern hingegen spritzt nicht ein Tropfen roter Lebenssaft; lediglich sprühende Funken sind zu sehen. Trotzdem soll es sich bei der deutschen Version um eine ungeschnittene Fassung handeln.
Schleichen und sterbenAls Indianer kann Turok natürlich vorzüglich mit Pfeil und Bogen umgehen. Eine perfekte Waffe zum lautlosen Vorgehen - und An-die-Wand-Tackern von bösen Buben. Und weil Letztere in ihren Ganzkörperrüstungen nicht besonders aufmerksam sind, könnt ihr eine kleine Basis auch mal problemlos auf die stille Art säubern. Auf die Dauer ist das aber zu zeitintensiv, weshalb wir den Griff zu schweren Waffen empfehlen. Jede Wumme verfügt über eine zweite Funktion. So wird aus der Minikanone mit Leichtigkeit ein automatisches Standgeschütz, und der Flammenwerfer verschiesst auf Wunsch Brandgranaten.
Gelegentlich kommt es zu cineastischen Reaktionsspielchen, wie ihr sie etwa aus Clive Barker's Jericho kennen dürftet. Kleine Monster springen euch an den Hals und müssen dann durch bestimmte Tastenkombinationen abgeschüttelt werden. Andernorts muss auf diese Weise auch mal ein klemmendes Zugangstor aufgestemmt werden. Bei Verwundungen färbt sich der Bildschirm rötlich. Dann heisst es, in Deckung gehen und abwarten, bis der Schmerz nachlässt. Medikits? Fehlanzeige. Frust ist garantiert, wenn ihr es auf offenem Gelände mit Biestern und bewaffneten Widersachern gleichzeitig zu tun bekommt und einen Heldentod nach dem anderen sterbt.
Dschungel ohne Wow-EffektDie Unreal-Engine 3 ist bekannt für ihre Fähigkeit, besonders stimmige Innenareale und weitläufige Gebirgslandschaften darstellen zu können. Was sie nicht gut kann, sind definitiv Dschungelgebiete. Das zeigt Turok klar und deutlich. Die matten Grün-Braun-Grau-Texturen und teils hässlichen, aber wenigstens animierten Bitmap-Vegetationen machen wirklich nicht viel her, sind im Vergleich zu Crysis sogar eher peinlich. Wie schön, dass wenigstens die Dinosaurier, allen voran die grösseren Exemplare, einen recht glaubwürdigen Auftritt haben. Wenn ein haushoher T-Rex in die Szenerie stapft und einen von Kanes Söldnern als Zwischenmahlzeit verschlingt, macht das schon ordentlich Eindruck. |
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