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DSF - Basketballmanager 2008: Review
Was tun, wenn das Genre der Fussballmanager schon total abgegriffen ist und dort ohne massig Geld kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist? Richtig: Man nimmt das Spiel und portiert es auf eine andere Sportart. Was einmal ging, geht aber nicht zwingend ein zweites Mal.
Fliessbandarbeit von GreencodeErst im September letzten Jahres veröffentlichten The Games Company und Greencode zusammen den Heimspiel Handballmanager 2008. Damals attestierte Kollege Markus Grunow dem Spiel eine grundsolide Basis und ansehnliche 3D-Sequenzen. Auf der anderen Seite ähnelte die Simulation sehr stark dem Eishockeymanager des vorletzten Jahres mit allen Schwächen. So waren die Menüs noch immer unübersichtlich, hässlich und unmotivierend. Nun liegt uns der Basketballmanager mit offizieller Lizenz der Basketballbundesliga vor und man wird das Gefühl nicht los, alles schon mal gesehen zu haben.
Kein Wunder, da sich auch das neueste Produkt aus dem Hause Greencode, aus dem übrigens auch der grandiose Klassiker Kurt kam, wieder nur selbst kopiert. Es winken erneut die grösstenteils identischen Menüs und Grafiken. Noch immer wirkt die Menüführung altbacken und verwirrend und noch immer mag man sich nicht allzu lange zwischen den Spielen aufhalten, da alles in grauen Textwüsten verschwimmt. Der Bildschirmaufbau ist zwar halbwegs logisch, aber mittlerweile so mit Details zugepflastert, dass man schon mehrmals hinschauen muss, um die relevanten Informationen herausfiltern zu können. Auch die Navigation über das einblendbare Menü auf der linken Bildschirmseite ist eher kontraproduktiv und verwirrt vor allem auf den ersten Blick. Im Gegensatz zum Handballmanager hat man dieses Mal wenigstens einiges genauer angepasst. Waren zuvor noch falsche Positionen aus dem Eishockey-Pendant integriert, sind hier die Regeln und Taktiken korrekt.
Standard-ManagerkostSieht man mal davon ab, dass man alles bereits in den beiden Vorgängern sah, bietet der DSF Basketballmanager 2008 gute, aber innovationslose Managerkost. Die Menüs präsentieren sich im typischen, langweiligen Excel-Format, und die schiere Masse an Daten wird eher unübersichtlich und vor allem augenfeindlich präsentiert. Blickt man durch die überladenen Bildschirme erst mal durch, zeigt sich ein recht komplexer und logischer Sportmanager mit vielen Möglichkeiten im sportlichen sowie wirtschaftlichen Teil. Hier sei die Integration des Leitzinses der Europäischen Zentralbank erwähnt. Das sieht man nicht häufig. Ihr habt ferner die Möglichkeit, tägliche Trainingspläne zu entwerfen, Spieler zu kaufen und zu verkaufen sowie eure Halle auszubauen. Letzteres kommt vor allem im tollen 3D-Modus gut zur Geltung. |
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 Patrik Nordsiek
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