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The Whispered World: Review
Tönt doch gutDie meisten Adventures geizen regelrecht mit Sprachausgabe, wenn es darum geht, die Untersuchung und die Interaktion mit Gegenständen zu vertonen. Daedalic Entertainment macht es besser: Ständige Wort-Wiederholungen wurden mit Bedacht weitestgehend vermieden. Klar, die lassen sich nicht komplett ausschliessen. Aber ein andauerndes, langweiliges "Das geht leider nicht!" oder "Wie soll ich das anstellen?" gibt's nicht. Stattdessen hat Sadwick zu fast jeder Aktion einen passenden Spruch parat - oft sogar über mehrere Zeilen hinweg. Die Charakterzeichnung gewinnt so fortlaufend im Spiel an Tiefe und Details. Was man von der Grafik leider nicht immer behaupten kann. Zwar sehen alle handgezeichneten Hintergrundillustrationen ziemlich hübsch aus. Doch vor allem in den eher dünn gesäten Zwischensequenzen mangelt es an grafischen Feinheiten. Die sehen eher wie ein grob gezeichneter Kinderzeichentrick aus, als wie ein spektakulär animiertes, modernes Adventure. Auch wenn sie zum übrigen Stil einigermassen passen - in der Hinsicht wäre mehr aus The Whispered World herauszuholen gewesen.
Einen ganz besonderen Applaus hat Sadwicks Begleiter Spot verdient. Die niedliche, dumme, kleine Raupe kann nicht viel, im Laufe des Spiels aber immer mehr - und das macht sie, zum Teil sogar ganz allein vom Spieler gesteuert, ziemlich gut. Das Spot-Menü klappt oben rechts aus dem Bildrand und ermöglicht fünf Transformationssteuerungen des Tiers. Spot bläst sich beispielsweise via Mausklick zu einer dicken Kugel und kann so etwa als Beschwerer in einem Puzzle eingesetzt werden. Sogar die Selbstentflammung beherrscht das Kriechtier. Ein Klick, schon steht Spot komplett in Flammen und kann so die unterschiedlichsten Aufgaben für Sadwick bewältigen. Das Zusammenspiel von Sadwick und Spot funktioniert tadellos und bereichert das Spiel um einige komplexe Möglichkeiten im Umgang mit der Spielumgebung. |
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