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The Whispered World: Review

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Depressiver Sympathieträger

Auch Dialoge mit Lebewesen funktionieren nach bekanntem Schema: Linke Maustaste festhalten, aus dem Aufklappmenü den Mund (für "sprechen") auswählen und aus einer Liste mit Dialogzeilen eine passende auswählen. Wobei es im Fall von Sadwick geradezu Understatement wäre, nur von gewöhnlichen Dialogen zu sprechen. Der kleine Clown wirkt zwar stets ängstlich und depressiv - aber diese Unarten weiss er geschickt mit herzhaft zynischen Kommentaren zu kompensieren. Wenn in beinahe jede Entdeckung oder selbst in jede Errungenschaft etwas Negatives hineininterpretiert wird, dann haftet dem etwas unglaublich Komisches an. Es ist der Kontrast vom Clown mit den drei Bommeln an der Mütze und die mit Zynismus gespickten Kommentare eines Pessimisten, der The Whispered World nicht nur zu einer spielenswerten, sondern auch zu einer hörens- und liebenswerten Geschichte macht.

Zugegeben, die helle Stimme Sadwicks kann zu Spielbeginn schon fast auf die Nerven gehen. Denn die wirkt in ungefähr so wie der Versuch einer Sprecherin in einem Laien-Kasperletheater, dem männlichen Kasper eine passende Stimme zu geben. Aber schon nach kurzer Spieldauer fällt auf, wie ungeheuer gut genau diese Synchronstimme zum leidgeplagten Clown passt. Was man nicht gerade von allen Synchronstimmen im Spiel behaupten kann. Einige funktionieren ganz gut, bereichern des Spiel mit skurrilen Charakteren, andere kommen über die Leistungen eines semi-professionellen Sprechers nur selten hinaus.

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Thomas Richter am 06 Sep 2009 @ 12:43
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