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STALKER - Clear Sky: Review
Der Online-Modus ist dank des ordentlichen Netzcodes bis zu Ping-Zeiten von 100 ms recht gut spielbar, leidet aber unter einer hohen Zahl an Cheatern. Die Spielverderber lassen sich dann gerne mal zur Hälfte in den Boden versinken oder sorgen mit Zielhilfen für permanente Kopftreffer aus weiter Distanz. Nichtsdestotrotz machen die taktischen Ballereien, an denen bis zu 32 Mitspieler teilnehmen können, grossen Spass.
TechnikDie X-Ray-Engine wurde für Clear Sky sichtbar verbessert, fordert aber entsprechend starke Hardware für die höheren Detailstufen. Auf unserem Testsystem (Core 2 Duo mit 3.2 GHz, 4 GB RAM, GeForce 8800 GTS 640) können wir so gerade noch auf hoher Detailstufe spielen, aber nur, wenn wir Kantenglättung und anisoptropische Filterung ausschalten. Trotzdem verwöhnen scharfe Texturen, stimmungsvolle Licht- und Schatteneffekte sowie hübsche Graslandschaften das Auge. Bei Letzteren solltet ihr aber nicht allzu genau hinschauen, stechen doch sonst unschöne Bitmaps hervor. Nein, der Gesamteindruck zählt, und es ist schon erstaunlich, wie schön die eigentlich trostlose und von Fabrikruinen gezeichnete Zone vor allem bei Tageslicht, Sonnenauf- und -untergängen wirken kann. Auf maximaler Detailstufe und mit voller Filterung muss Clear Sky geradezu traumhaft aussehen.
Leider lässt sich das von der Sound-Kulisse nicht uneingeschränkt behaupten. Zwar ist die vorhandene deutsche Sprachausgabe okay, doch wurden nur wenige Texte überhaupt vertont. Umgebungsgespräche und Kampfschreie ertönen wie schon bei Shadow in Chernobyl wieder in russischer Sprache. Auch fragen wir uns, was sich die Übersetzer bei Namen wie Söldner Narbe, Söldner Moped und Bogdan Blödmann gedacht haben. Gut gelungen sind aber manche deutschsprachige Lautsprecherdurchsagen, die euch nicht selten Streitgesprächen lauschen lassen. Und an den Schussgeräuschen, der Musikuntermalung und dem Explosionskrach ist sowieso nichts auszusetzen.
Weitere Patches nötigWie am Anfang des Artikels schon erwähnt, krankt Clear Sky trotz zweitem Patch noch an diversen Dingen. Zwar hatten wir keine Abstürze mehr zu vermelden, doch ist uns ein Spielstand plötzlich kaputtgegangen, so dass wir einen halben Spieltag - immerhin rund eine Stunde - verloren hatten. Abgesehen davon, dass häufiges Speichern und multiple Spielstände oberstes Gebot sind, ist das ein ärgerlicher Fehler, der noch immer nicht komplett behoben wurde. Zudem kann es passieren, dass sich aufgrund von Skriptfehlern eine Hauptmission nicht oder nur schwerlich weiterverfolgen lässt. In unserem Fall war ein gefährliches Feuerhindernis in einem Untergrundkomplex bereits ausgelöst, obwohl wir gerade erst den Schauplatz betreten hatten. Nur im Eiltempo und unter Verwendung zahlreicher Medikits schafften wir es zum nächsten Ausgang. In diesem Zusammenhang sind vereinzelt flackernde Texturen, Artefaktfehler (wie passend) und die erst mit dem zweiten Patch eingeführte Ausdauerleiste im HUD vergleichsweise auszuhalten. |
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