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Dracula - Origin: Review
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen daNeuerungen haben sich nicht in das Gameplay eingeschlichen. Mit dem Mauspfeil sucht man die Räume ab und wartet auf die Veränderungen des Zeigers. Diese deuten darauf hin, dass man einen Gegenstand gefunden hat, mit dem man interagieren kann, bestenfalls ein Utensil, das von grossen Nutzen sein könnte. Im Inventar ist es dann auch möglich, bestimmte Mitbringsel zu kombinieren. So, wie man es von Point-and-Click-Abenteuern gewohnt ist. Ob man wirklich alles in einem Raum erledigt hat, verrät die Hotspot-Hilfe, die alle Items anzeigt, die sich noch an Ort und Stelle befinden. Zusätzlich bekommt man manchmal auch einen Hinweis, wenn man noch nicht alles erledigt hat und es nun töricht wäre, die Örtlichkeit zu verlassen.
Diese Einsteigerfreundlichkeit gibt sich später dann auch, denn manche Puzzles sind wirklich knackig. Bei Anfängern kommt dann schon einmal Frust auf. Es sei denn, man konsultiert eine Lösungshilfe in Form eines Walkthroughs. Schliesslich will man auch wissen, wie es nun weitergeht, und nicht alle naselang aus dem Spielfluss gerissen werden. Die Rätsel selbst sind da dann schon eine Spur sanfter. Zwar handelt es sich hier nicht um etwas noch nie Dagewesenes, aber zumindest wurde bei der Verarbeitung ein ordentliches Handwerk abgeliefert. Es gibt keine logischen Lücken und so kann man mit etwas guter Auffassungsgabe die gestellten Aufgaben meistern.
Vieles ergibt sich auch aus Van Helsings Aufzeichnungen, in denen so mancher Hinweis versteckt ist. Das macht ein Nachlesen leider manchmal unumgänglich. Die Tagebucheinträge häufen sich und bestehen aus einer Vielzahl an Seiten, die man in einem solchen Fall durchackern muss. Wer kommt da nicht schon einmal auf dem Gedanken, den kürzeren und bequemeren Weg zu gehen und doch schon mal zu schummeln? Dennoch hält einen die Atmosphäre bei der Stange. Die Grundstimmung ist von einem sanften Gothic-Horror geprägt, der für so manchen wohligen Schauer verantwortlich ist.
Unterstützt wird die Gothic-Atmosphäre auch durch die Grafik. Die kann man nicht anders als gelungen bezeichnen. Die Zimmer, die man als Spielfigur besucht, sind geprägt vom viktorianischen Flair und opulent dargestellt. Auch die unheimlichen Orte, wie Friedhöfe, Kellergemäuer und düstere Schuppen geben keinen Anlass, das Haar in der Adventure-Suppe zu suchen. In Kombination mit einem passenden, subtil gehaltenen Sound ergibt sich ein stimmiges Bild von der Vampirhatz. Stoker hätte seine Freude gehabt. Wirklich lange ist der Spieler aber nicht beschäftigt. Abgesehen von ein paar wirklich gemeinen Puzzlesequenzen braucht man nicht allzu viel Zeit aufwenden. Nach acht bis zehn Stunden hat man den alten Grusel-Aristokraten endgültig besiegt und kann für immer seinen Sargdeckel schliessen. Bis dahin hat man aber auch als geneigter Abenteuerfreund ein paar wohlige Schauerstunden hinter sich gebracht. |
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