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Sins of a Solar Empire: Review
Hinsichtlich der Spieltiefe ist Sins of A Solar Empire schwierig zu beurteilen. Einerseits bietet euch der Titel Schlachten, die sehr lange andauern und sich vor allem im Online-Modus über mehrere Stunden hinweg ziehen können. Denn bei entsprechender Kartengrösse und zehn Mitspielern im Maximalfall arten die Mehrspielergefechte in epische Raumschlachten aus, die nicht mal eben nebenbei erledigt sind. Doch auf der anderen Seite weist das Spiel wenig Tiefe hinsichtlich der taktischen Optionen auf.
So ist es euch zum Beispiel nicht möglich, eure Raumschiffe selbst mit Waffen zu bestücken oder deren Verteidigungswerte aufzumöbeln mit entsprechenden Upgrades. Vielerlei Funktionen und Optionen erscheinen entschlackt, wenn man den Titel mit Genrekollegen vergleicht. Das fördert die Zugänglichkeit und erfordert nur wenig Studium des informativen Handbuchs. Doch langfristig wirkt sich dies auf die Spielfreude aus.
Ihr produziert somit ständig dieselben Einheiten, und auch der Ablauf der Partien ist zu gleichbleibend, Abwechslung speziell in der Aufbauphase gibt es kaum. Die KI setzt euch ständig gut gemischte Flottenverbände entgegen. Damit geratet ihr nur selten unter massivem Druck, könnt euren Gegner aber ebenso wenig übertölpeln. Auch die Tatsache, dass die feindlichen Flotten durch die Warp-Sprungfenster immer an den gleichen Stellen erscheinen, entzieht dem Spiel ein wenig taktische Tiefe, denn ihr wisst stets genau, wo ihr eure Verteidigungslinie ziehen müsst. Dieser generische Ablauf verhindert, dass Sins of a Solar Empire eine Kaufempfehlung für absolute Hardcore-Strategen erhält. Doch für alle normalen Strategiespieler, die sich nicht stundenlang am Mikromanagement ergötzen, sondern sich nach kurzer Aufbauphase rasch ins kernige Gefecht begeben wollen, stellt das Spiel den richtigen Anspruch dar.
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