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Devil May Cry 4: Review
Neros Waffen dürft ihr in einem Shop verbessern, vorausgesetzt, ihr habt euch genügend stolze Seelen verdient. Diese erhaltet ihr für absolvierte Abschnitte sowie Komboangriffe und könnt sie letztlich in stärkere Attacken sowie Fähigkeiten investieren. Das so genannte Streak-Manöver etwa lässt Nero blitzschnell mit dem Schwert nach vorne schnellen und richtet beim Widersacher grossen Schaden an. Die Attacke selbst ist schon spassig genug, doch wird die Kampfeslust durch Uh-, Ah- und Heyah-Ausrufe des Helden sowie einer stetig steigenden Komboleiste noch verstärkt. Um Letztere zu füllen und neue Kombostufen zu erreichen, ist es sinnvoll, verschiedene Angriffsarten nacheinander auszuführen. Carnage-, Brutal- und Atomic-Stufen sind mit etwas Übung schnell erreicht. Wer noch höher hinauswill, muss sich allerdings anstrengen.
Spiele im SpielNeben dem obligatorischen Monsterschlachten werdet ihr immer wieder mit Rätseln und Geschicklichkeitstests konfrontiert. Dann gilt es etwa, Abgründe zu überwinden, indem ihr euch via Dämonenarm von einem schwebenden Lichtkristall zum anderen schwingt, oder gefährliche Stellen in Zeitlupe zu überwinden. Etwas ausgefallenere Ideen sind auch vorhanden, etwa die Szene, in der ihr Teil eines riesigen Brettspiels werdet und einen PKW-grossen Eisenwürfel durch die Gegend schleudern müsst. Je nach Augenzahl des Würfels wird ein holografisches Abbild von euch über verschiedenfarbige Spielfelder manövriert. Davon abgesehen gibt es einen Haufen freischaltbarer Auszeichnungen und viele Geheimnisse, die teils hinter Spiegeln verborgen liegen. Dabei kann es sich auch mal um so genannte Geheimmissionen handeln, die euch vor bockschwere, meist mit Zeitlimits versehene Aufgaben stellen. Für Abwechslung ist also wahrlich gesorgt.
Vor allem Sprungeinlagen können euch stellenweise in den Wahnsinn treiben. Ihr steuert Nero schliesslich stets aus der Schulterperspektive; das Programm gibt vor, wann und inwiefern ihr die Kamera manipulieren könnt. Hierdurch wird es zum umständlichen Akt, etwa präzise von einer sich bewegenden Plattform auf eine andere zu springen. Auch in Gefechten kann die Kamera erheblich stören, weil Monster nicht mehr im Sichtbereich sind und die Ansicht ständig von euch nachjustiert werden muss. Ihr könnt euch sicher denken, dass ein Gamepad absolute Pflicht ist, um halbwegs ernsthaft an das Spiel heranzugehen. Die Tastatursteuerung ist wirklich nicht zu gebrauchen, zumal Mausunterstützung zwecks Kamerabedienung gänzlich fehlt und die Komboattacken einfach spürbar komplizierter auszuführen sind. Puristen mit viel Geduld wird das nicht von der Tastatur fernhalten, doch dürfte ein Gamepad für die meisten Zocker erste Wahl sein.
Positiver GrössenwahnEuch lassen die spektakulären Stelldicheins zwischen Nero und Dante kalt? Dann werdet ihr spätestens beim ersten Bossgegner eure Kinnlade vom Boden einsammeln müssen. Ein haushoher, brennender Dämon taucht vor Nero auf. Unser Held geht damit natürlich auf gewohnt coole Weise um und zollt dem Höllenbewohner keinen Deut Respekt. Es kommt schliesslich zum Kampf, der dem zwischen David und Goliath in nichts nachsteht. Natürlich steckt der Zwischenboss eine Menge Prügel ein, verteilt selbst jedoch bombastische Feuerexplosionen, die Neros Gesundheit in Mitleidenschaft ziehen und umliegende Holzhütten regelrecht auseinanderreissen. Ähnlich verhält es sich mit anderen Bossen, die alle auf ihre Art spektakulär sind. |
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