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Act of War - High Treason: Review

  Personal Computer 


Pausieren könnt ihr die teils sehr hektischen Gefechte auch in der Erweiterung nicht. Das ist für fortgeschrittene Spieler weniger problematisch, doch andere Spieler bekommen früh Probleme aufgrund der frühzeitig attackierenden Feinde. Denn dies hat sich entscheidend geändert im Vergleich zum Hauptspiel. Der Schwierigkeitsgrad ist deutlich erhöht worden. War das Vorankommen im Hauptspiel noch problemlos möglich, müsst ihr euch nun wesentlich mehr konzentrieren, um in der Kampagne voranzukommen. Einfaches Rumballern reicht jetzt nicht mehr, um zum Erfolg zu kommen! Stellenweise ist der Frust gross, wenn ihr binnen Sekunden eure Truppen verliert und die Mission von vorne beginnt. Das Add-on richtet sich klar an Strategen, die sich nicht von diffizilen Situationen und schnell notwendigen Reaktionen abschrecken lassen.

Bei der Präsentation können wir die gleichen lobenden Worte wie im Hauptspiel verwenden. Nach wie vor ist die Grafik mit den Schlagwörtern "atemberaubend" und "effektreich" noch untertrieben dargestellt. Die Zoom-Optionen lassen euch ins Geschehen eintauchen und kommen besonders bei den Kämpfen zu Wasser besonders gut zur Geltung, denn auf den Inseln seht ihr eure Soldaten genauso gut damit, wie die riesigen Kriegsschiffe bei kleinster Zoomstufe. Zerstörbar ist aber auch in der Erweiterung nicht alles, was ihr auf den Karten seht. Bei der Sprachausgabe wurde auf eine Übersetzung verzichtet, so lest ihr die Kommandos des Oberbefehlshabers nur in den Untertiteln, hört ihn aber auf Englisch Befehle erteilen.

Eine Seefahrt, die ist bombig!

War das schon alles? Gleiches Missionsdesign, ähnliche Präsentation und etwas mehr forderndes Gameplay? Glücklicherweise nicht, denn Eugen Systems schickt euch diesmal auch verstärkt auf das Meer. Die Seeschlachten bringen frischen Wind in das Spiel hinein. Dabei fliegen euch die Raketen nur so um die Ohren, denn Anti-Schiff-Raketen, Torpedos, Flugabwehr-Geschosse oder selbst Marschflugkörper für Ziele an Land stehen euch an Bord der Schiffe und U-Boote zur Verfügung. Interessant bei den Seeschlachten ist die teils intensive Aufspürjagd des Feindes. Mit Sonarbojen und per Radar sucht ihr die Gewässer nach Feinden ab, bevor die Hölle auf der See losbricht. Die meist kurz, jedoch um so wilder wirkenden Kämpfe sind äusserst spektakulär, lassen hin und wieder aber den taktischen Anspruch vermissen, da ihr aufgrund der Hektik oftmals gar nicht mehr eingreifen könnt und eure Schiffe sich zuweilen nur träge steuern lassen.

Im Mehrspielermodus könnt ihr entweder im lokalen Netzwerk oder per Internet-Funktion gegen bis zu sieben Gegner antreten. Deathmatch-Karten, Massenschlachten oder normale Duelle sind dabei für langzeitigen Spielspass Garant, zumal die Seeschlachten mehr Abwechslung einbringen. Per GameSpy-Funktion findet ihr rasch Mitspieler, obwohl eine optionale IP-Option wünschenswert gewesen wäre, um auf die Installation des Clients verzichten zu können.

Act of War - High Treason
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Markus Grunow am 09 Apr 2006 @ 09:24
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