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A Vampyre Story: Review

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Um Vampyre Story als echtes Point 'n' Click-Adventure durchzukriegen, setzt Autumn Moon Entertainment auf altbekannte Kontextmenü-Beschaffenheiten. Ein Rechtsklick öffnet das Inventar, ein Linksklick lässt Mona laufen, respektive über einem angeklickten Objekt ein Menü mit vier Auswahlmöglichkeiten aufgehen: "Hinfliegen", "Sprechen mit ...", "Betrachten" und "Aufnehmen" oder "Benutzen". Wobei letzterer Punkt stets situationsabhängig ist und sich dadurch dem angeklickten Objekt anpasst. Aus einem "Bewege Statue" wird dann etwa ein "Nimm Parfumflaschen" anderenorts. Kompakt und sehr gut gelöst - Autumn Moon hatte dabei den richtigen Riecher.

Andere technische Details überzeugen nicht immer auf ganzer Linie. Draxsylvanien ist kein Drecksylvanien: Zwar sind die illustrierten Hintergründe durchweg als ziemlich gelungen zu bezeichnen, und vor allem Fans der Monkey-Island-Serie wird das wegen deren Ähnlichkeiten ganz besonders gut gefallen, trotzdem mangelt es A Vampyre Story an zeitgemässen Innovationen. Die grafische Auflösung dümpelt auf 1024 mal 768 Bildpunkten vor sich hin, in einigen Szenen rieseln rautenförmige Schneeflocken vom sonst so atmosphärischen Nachthimmel und die Protagonisten üben sich noch in ihrem Auftritt bei lippensynchroner Darstellung. Immerhin weiss die Musik zu überzeugen. Eine derartig schöne und vor allem passende Musikuntermalung hatte ein Spiel aus diesem Genre schon lange nicht mehr. Die tönt mit geradezu kinofilmreifer Brillanz aus den Lautsprechern.

Worauf es aber letzten Endes in einem Adventure wirklich ankommt, sind die grundlegenden Ideen, die in den Rätseln stecken. Diese, in Verbindung mit einer durchweg gelungenen Rahmenhandlung, ergeben in der Regel ein fesselndes Spiel, in dem auch mal die eine oder andere technische Schwäche in Kauf genommen wird. Macht Vampyre Story anfangs noch neugierig auf das, was im späteren Spielverlauf noch kommen könnte, sieht's zum Ende hin recht trostlos in Draxsylvanien aus. Ernüchterung stellt sich spätestens dann ein, wenn der wichtige Spannungsbogen auf den letzten Metern des Abenteuers kaum die Kurve kriegt und nach einem müden Ende lediglich die Aussicht auf eine Fortsetzung bleibt. Das ist schade, verlieren doch die sonst so relativ knackigen Rätsel, die zeitweise aber auch skurrile Formen annehmen, in einem handlungstechnisch auf Sparflamme kochenden Adventure an Wert. So verbleibt Vampyre Story nach dem Durchspielen als befriedigendes bis gutes Spiel in Erinnerung.

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Thomas Richter am 01 Dez 2008 @ 12:39
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