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A Vampyre Story: Review
Blut ist zäher als WasserViel geplappert wird im Spiel allerdings wirklich. Wenn Mona und Froderick Gegenstände ansehen, untersuchen, öffnen, verschieben oder sonst was mit ihnen anstellen, wird das auch meist kommentiert. Dialoge mit anderen Charakteren haben grösstenteils sehr lange Unterhaltungen zur Folge. Die laufen ganz klassisch ab: Aus einem Auswahlmenü wählt ihr Dialogzeilen aus und hofft, dem Gesprächspartner etwas zu entlocken und damit neue Möglichkeiten öffnen zu können. So richtig ins Fettnäpfchen tretet ihr dabei nie. Wer im Spielverlauf einfach alle Gesprächsfetzen auswählt, kommt auf jeden Fall voran. Gut ist, dass das komplette Spiel durchweg um aufgezeichnete Stimmen bereichert worden ist. Weniger gut daran ist die auffälliger werdende zähe Spielweise. Mitunter geht das manchmal so weit, dass die liebreizende Mona mit Maulkorb angenehmer vorstellbar wäre - ab in den Sarg mit dem Gruftie und schnell zunageln! Wenn's doch nur ginge...
Wer keine Lust auf ausgedehnte Dialoge hat, kann die Wortpassagen immer noch mittels Druck auf die Leertaste überspringen. Das funktioniert aber nur bedingt, denn oft beendet das Spiel dann doch nicht die Warteschleife, da zuerst die grafische Animationsphase der Gestik ganz abgespult wird. Insgesamt lässt sich A Vampyre Story sowieso viel Zeit mit der Darstellung von Animationen. Mona läuft elegant, aber behäbig - und tritt dabei wegen einer kleinen grafischen Darstellungsschwäche sogar manches Mal auf ihrem Umhang herum. Wer von A nach B reist, muss also etwas Geduld mitbringen. Gut, dass im späteren Spielverlauf hin und wieder Abkürzungen Reisekrankheiten im Zaum halten. Die Leertaste wird dabei zunehmend zum ständigen Begleiter.
Erst kleckern, später klotzenEinen eigenwilligen, wenn auch logischen Weg geht das Spiel im Umgang mit Inventargegenständen. Kleinere Objekte, die Mona auch tragen kann, werden in einem virtuellen Sarg mitgeführt. Von grösseren oder schweren Gegenständen, an denen die Dame zu schleppen hätte, wird lediglich ein blaufarbenes Symbol im Inventar abgelegt. Ein solcher, zuvor entdeckter Gegenstand in späterer Kombination mit einem anderen Objekt löst die Darstellung einer Animationsphase aus. Mona begibt sich zumeist in Form ihrer Fledermausgestalt zum Fundort, schnappt sich erst dann den Gegenstand, fliegt zurück zum Einsatzort und wendet ihn dort an. Interessante Vorgehensweise, gut gelöst. Das zieht natürlich das Spiel noch mehr in die Länge - aber auch dabei profiliert sich die Leertaste geradezu als Abrissunternehmen für störende Animationsstrukturen, die dem Spielfluss im Weg stehen. |
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