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Sacred 2 - Fallen Angel: Review
Und auch die Effekte lassen eure Hardware glühen, denn wenn ihr Echtzeitschatten, wechselnde Wetterbedingungen, hoch aufgelöste Texturen oder die imposanten Zaubereffekte in der vollen Pracht geniessen wollt, dann solltet ihr schon einen starken Rechner euer Eigen nennen. Denn die erhoffte Skalierbarkeit ist leider nicht gut gelungen, und so lässt sich Sacred 2 mit einem schwächeren Rechner nicht flüssig spielen, selbst wenn ihr sämtliche Details auf ein Minimum herunterschraubt. Nicht nur, dass es auf dem Bildschirm mehr als nur unangenehm ruckelt, auch die dann sehr matschigen Bodentexturen erschweren das Erkennen von Gegnern beträchtlich. Spass macht Sacred 2 daher nur, wenn ihr entsprechend leistungsfähige Hardware verbaut habt, wie es auch in den Mindestanforderungen angegeben ist. Mehr wäre natürlich besser.
Spielerisch bietet Sacred 2 wenig Innovatives, stellt euch zudem vor keine allzu grossen Herausforderungen in geistiger Hinsicht. Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad kommt es gar zu Langeweile, und Bildschirmtode sind tatsächlich eine Seltenheit. Beginnt daher lieber auf einem höheren Schwierigkeitsgrad, bei dem zumindest die Heiltrankfunktion öfter genutzt werden muss im Kampf gegen die anstürmenden Gegner. Der Anspruch bei den Kämpfen ist zumeist gering; kniffelig wird es entweder bei den Bosskämpfen, bei denen oftmals nur die Spezialfähigkeiten wirksam sind, und gegen grössere Feindesgruppen, bei denen die Übersicht flöten geht. Etwas nervig sind die Feinde, die euch ständig beharken, obwohl sie euch nachhaltig unterlegen sind. Fluchtgedanken kennen die Jungs und Mädels nicht, artig warten sie auf ihren Tod. Nun, ganz so artig nun auch wieder nicht, denn akustisch machen sie ihrem Unmut mehr als häufig Luft.
"Hätte ich doch nur auf meine Alte gehört!", oder "Argh, ich sehe das Licht, da sollte ich jetzt wohl hingehen!", seien nur stellvertretend für mehrere dieser humorig gemeinten, jedoch aufgrund ihrer Regelmässigkeit nervenden Sprüche genannt. Sicher, auch der erste Teil hatte seine lustigen Parts. Es machte damals Spass, gelegentlich Gräber mit witzigen Sprüchen zu öffnen. Der zweite Teil aber übertreibt es. Wenn man 30 Grabstellen hintereinander auf einem Friedhof absuchen und jedes Mal einen witzigen Spruch lesen soll, dann ist irgendwann der Zeitpunkt erreicht, an dem man sich fragt, ob hier nicht etwas weniger Klamauk besser gewesen wäre.
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