Age of Conan - Hyborian Adventures: Review
Tortage, Instanzen und Destiny-QuestZurück zum Strand und dem leicht bekleideten Mädchen. Inzwischen haben wir den Schlüssel erbeutet und das Mädel befreit. Als Dank gibt es leider keinen Goldklumpen, sondern eine Begleiterin auf dem Weg nach Tortage. Unterwegs treffen wir auf den Sklavenhändler, schicken ihn in die Hölle, spalten ein paar Schädel und erbeuten einen Schlüssel, welcher uns ein Tor in Richtung Stadt öffnet. Bisher sind wir jedoch ganz allein durch den Dschungel gewandert, wo sind denn die anderen Spieler? Das sollte doch ein MMORPG sein, oder? Nachdem ihr das Tor in Richtung Tortage passiert habt, seid ihr vorerst auch nicht mehr allein unterwegs, sondern trefft zum ersten Mal auf weitere Mitspieler.
Bevor ihr jedoch in die Stadt Tortage gelangt, gibt es noch einiges zu tun. Wie bereits erwähnt, haben Sklaven in der Stadt nichts zu suchen, aber eure Ketten an den Armen sprechen Bände. Es erwarten euch noch einige Quests, bevor ihr die Tore von Tortage passieren könnt.
An dieser Stelle machen wir einen kleinen Zeitsprung und gehen ein wenig näher auf die Destiny-Quest-Reihe ein, die sich durch das ganze Spiel zieht. Bis Stufe 20 seid ihr an die Stadt Tortage gebunden, kein Schiff wird Segel setzen in Richtung des Heimathafens eures Volkes. Jede Klasse hat eine bestimmte Destiny-Quest-Reihe im Spiel, welche sehr spannend in Szene gesetzt ist und unbedingt gespielt werden sollte. Eure Destiny-Quest könnt ihr nur in der Nacht spielen, denn im Nachtmodus seid nur ihr unterwegs. Wie das funktioniert?
Age of Conan ist keine zusammenhängende Welt, wie ihr sie vielleicht aus World of Warcraft kennt. Jedes Gebiet gibt es mehrmals, damit sich etwa zu Beginn des Abenteuers in Hyboria nicht tausende Spieler auf einem Server gegenseitig die Quest-Monster vor der Nase wegschnappen, ein Gebiet komplett überbevölkert ist und das Spiel zu einer Dia-Show verkommt. Als Beispiel nehmen wir die Stadt Tortage, welche grob genommen eine Instanz (temporäre Kopie eines Gebietes) darstellt, von denen es pro Server mehrere gibt. Wer mit Freunden zusammen spielen möchte, die sich in einer anderen Instanz als man selbst befinden, kann in das entsprechende Gebiet wechseln, Funcom hängt da keinen Riegel vor. Bei jedem dieser Wechsel stellt euch das Spiel des Weiteren vor die Wahl, ob das nächste Gebiet auf normaler oder epischer Stufe angegangen werden soll. Im normalen Modus solltet ihr in der Regel keine Probleme haben und beruhigt eure Quests erledigen können. Der epische Modus ist alleine eigentlich kaum zu bewältigen, denn jedes Monster hat nun den Elite-Status, es kann also viel mehr Schläge einstecken und haut kräftiger zu, dafür hinterlässt es aber auch hochwertigere Beute!
Das ganze System der instanzierten Zonen klappt zwar tadellos, bisher zeigt das System aber zum Beispiel nicht an, in welcher Instanz man sich befindet. Wer mit einem Freund zusammen spielen will, hat somit auf den ersten Blick ein Problem. Doch anhand eines Sterns in der Übersichtsliste der Instanzen könnt ihr erkennen, wo sich euer Freund oder der Gruppenführer befindet, und gezielt in diese Instanz wechseln. Natürlich nur, sofern ihr Mitglied einer Gruppe seid. Die Funktion, dass der Gruppenführer euch direkt in die Instanz transportieren kann, ist zwar bereits integriert, funktioniert aber leider noch nicht richtig. So zeigte sie bei unserem Test stets an, dass die entsprechende Person schon in der gleichen Instanz sei, obwohl wir uns, wenn auch am gleichen Fleck, in unterschiedlich instanzierten Gebieten befanden. Hier sollte Funcom noch unbedingt nachbessern!
Zurück zur Destiny-Quest, welche nur nachts und in einem ausschliesslich für euch instanzierten Gebiet gespielt wird. Hier verdichtet sich die Hintergrundgeschichte des Spiels sowie eures Charakters und ihr erfahrt im weiteren Verlauf bis zur maximalen Stufe 80, wer ihr wirklich seid. Denn ein Mal auf eurer Brust machte euch vor dem Untergang des Sklavenschiffes zu einem seelenlosen Sklaven ohne Erinnerung.
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