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Spore: Review
Jeder Sieg bedeutet Fortschritt. Im Stammesplaner stehen euch dann jeweils ein paar wenige neue Gebäude und Teile für das Outfit der Stammesmitglieder zur Verfügung. Sanftmütige Stämme errichten dann etwa Didgeridoo-Häuser, in denen Bewohner mit Musikinstrumenten ausgestattet werden. Die können damit andere Wesen bezirzen. Militärische Aufwertung findet in den Schmieden für Steinäxte oder auch Wurfspeere statt. Insgesamt sind es nur acht Gebäude, die der kulturelle Fortschritt mit sich bringt. Das ist wirklich nicht viel und zeigt die Grenzen von Spore klar auf. Mit einem modernen, komplexen Aufbau- oder Strategiespiel hat das kaum etwas gemeinsam. Im Verlauf der Stammesphase wächst eure Kultur um weitere Bewohner heran, bis alle anderen Stämme von der Planetenoberfläche getilgt sind. Erst dann geht es nach einer spielerisch mittelmässig herausfordernden Phase in die Zivilisationsphase. Das verheisst Krieg! Dieses Mal mit etwas mehr Wucht.
Die Kamera verfolgt das Geschehen nun weiter entfernt vom Himmel aus. Eure Kultur hat jetzt die Möglichkeit, Städte sowie Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge zu bauen. Ähnlich wie in anderen Strategiespielen sind dabei Ressourcenfelder zu besetzen, die für ein regelmässiges Anwachsen der Staatskasse zu sorgen haben. In Spore sind es Gewürzgeysire. Das gewonnene Gewürz wird in Spore-Dollars umgewandelt. Die investiert ihr in Wohnhäuser, kulturelle Einrichtungen, Fabriken und - zwecks Sporensicherung - in Geschütztürme. Darüber hinaus sind verschiedenartige Fahr-, Flug- und Wasserfahrzeuge zu kaufen. Mit denen besetzt ihr weitere Geysire zu Lande und zu Wasser, greift andere Städte an oder baut wirtschaftliche Beziehungen auf. Wer diplomatisch vorgehen möchte, kann das tun und beispielsweise zwecks Handelsrouten oder zum Zwecke von Bündnissen einen Widersacher mit Geschenken für sich gewinnen. Städte können dabei unterschiedlich ausgeprägt sein: militärisch, wirtschaftlich oder auch religiös.
Mut zum Eigenbau.Das liest sich komplexer, als die Sache an sich ist. Differenzierungen innerhalb einer Gebäudekategorie gibt es nicht. Das Aussehen wird im Editor festgelegt, ähnlich flexibel wie im Kreaturen-Designer, oder es werden vorgefertigte Designs ausgewählt. Auch innerhalb der Fahrzeugkategorien gibt es keine starken oder schwachen Transport- oder Angriffsmobile. Mit Bodenfahrzeugen sind Städte einzunehmen - fertig. Liegt die Stadt nah am Wasser, können das auch Boote erledigen. Flugzeuge sind dabei natürlich teurer, aber effektiver und flexibler. Es kommt also auf Masse an und nicht auf Mikro-Feintuning von Einheiten. Was den Gelegenheitsspieler freut, der gerade noch seine Sims-Bude mit IKEA-Möbeln eingerichtet hat. Aber der Vollblutzocker wird auch diese Phase schnell abgeschlossen und alle Nationen erobert haben. |
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