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Spore: Review
Nach einer Weile eher ermüdender Klickerei hat man sich auch schnell sattgesehen am Amöbenbrei. Zeit, in die nächste Evolutionsphase zu gehen, sobald der DNA-Balken voll ist. Euer Wesen ist bereit für den Schritt an Land, verlässt also den Sündenpfuhl der unmoralischen Spontanliebe, und errichtet in der Kreaturenphase ein Nest. Die Ansicht wechselt ins Dreidimensionale, so dass die Viecher umso faszinierender und dümmer aus der Wäsche glotzen. Der Kreaturen-Editor bietet dann auch etliche neue Teile an - teilweise müssen die aber erst einmal in der Landschaft gefunden oder beim Kontakt mit anderen Spezies gewonnen werden.
Rollenspielelemente - ganz klein.Endlich ist auch etwas mehr Geschick vonnöten, um zu überleben. Montiert ihr neue Teile an euer Wesen, könnt ihr auf Schwerpunkte achten. Einige Teile machen eure Monster beweglicher und flinker, andere erhöhen die Verteidigungsfähigkeit oder die Angriffswerte. Die Individualisierung der eigenen Kreatur macht dabei besonders viel Spass: Teile können an so gut wie allen Stellen eines Körpers platziert werden. Die Verformung von Gliedmassen und vom Rumpf erledigt ihr bequem durch Anklicken und Ziehen von Ankerpunkten. Grösser oder kleiner macht ihr Kreaturenteile durch Drehen des Mausrads.
Draussen auf der Planetenoberfläche hat der Stärkere, zumeist Fleischfresser, den Vorteil. Wer einen Vegetarier spielt, muss mit frustrierenden Begegnungen rechnen. Plötzlich schiessen wie aus dem Nichts kommend brutale Fleischfresser aus dem Dickicht hervor und legen die eigene Kreatur mit nur einem Stoss oder Biss um. Das macht zwar nicht wirklich viel aus, da die eigene Kreatur einfach mit gleichem Status im Nest wiedergeboren wird. Ärgerlich ist das aber auf Dauer schon, weil es Zeit kostet. Also: Besser gleich Fleisch- oder sogar Allesfresser spielen und den Vorteil für sich verbuchen.
Andere Spezies sind mit roher Gewalt zu eliminieren - oder ihr beeindruckt die Viecher mit Gesangs- oder Tanzeinlagen und gewinnt so Verbündete. Das sieht putzig aus und hat auch einen Sinn: In den Nestern von Verbündeten könnt ihr eure Kreaturen heilen und sogar die Monster anderer Spezies in ein Rudel aufnehmen. Nach und nach wächst so eure Spezies heran, das Gehirn wird dabei stets voluminöser, bis ihr letztendlich den DNA-Balken gefüllt, euch mehrmals für Weiterentwicklungen gepaart habt und bereit seid für den Sprung in die Stammesphase. Bis dahin müssen alle körperlichen Individualisierungen an der Kreatur abgeschlossen sein. Später ist nur noch das Outfit beeinflussbar, denn so ein Wesen mit voll entwickeltem Gehirn und eigenem Bewusstsein lässt sich nicht einfach wie eine Amöbe ziehen und strecken.
In der Stammesphase ähnelt das Spiel sehr dem Aufbau eines typischen Strategiespiels. Ihr habt ein Dorf und fangt mit drei Bewohnern an - einer davon gibt sich mit besonderer Stärke, lauterem Gebrüll und speziellem Outfit als Stammeshäuptling zu erkennen. Auf der Suche nach Nahrung sammeln eure Wesen herumliegendes Fleisch oder Früchte ein, oder zerlegen in Kämpfen Mitglieder anderer Spezies, die in Nestern hausen. Mit gezielten Angriffen geht's dann auch anderen Stämmen ans Leder. Dort sind mehrere Bewohner und der Häuptling zu plätten, bevor die Dorfhütte zu Klump gehauen wird. |
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