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Anno 1404 - Venedig: Preview
Im Multiplayer-Modus können via LAN oder Internet zwei Teams mit jeweils vier Spielern die klassischen Anno-Zutaten auskosten. Dabei können sich die einzelnen Spieler wunderbar einzelnen Aufgaben widmen. So kann sich beispielsweise der Annoist mit den geschicktesten Händchen für lukrative Geschäfte dem Handel widmen, während ein anderer das Streitheer befehligt und ein dritter Zocker sich um die Diplomatie kümmert. So kann man dann auch ein effizientes Team bilden. Man bekommt den Eindruck, dass Anno durch diese neuen Funktionen allmählich eine Clan-Tauglichkeit erreicht.
Auch ein Spionage-Feature wurde eingebaut. Dafür sucht sich ein Spieler einen Schlupfwinkel in der Stadt des Gegners und kann von dort aus seine Missetaten planen. Er infiltriert Wohnhäuser, in denen feindliche Agenten wohnen könnten und sabotiert ganze Stadtviertel. Eine strategisch klug gewählte Brandstiftung hält den Kontrahenten schon eine Weile auf Trab, während man seine eigenen Ziele verfolgen kann. Oder man wiegelt die Einwohner auf, damit sie mächtig Randale in ihrem Viertel veranstalten. Dass das Repertoire eines professionellen Unruhestifters damit noch lange nicht erschöpft ist, leuchtet ein. Nicht einmal vor vergifteten Brunnen oder einem Auftreten als falschem Propheten schreckt der Spion zurück. Das hört sich schon jetzt nach einer Menge schadenfrohen Spasses an.
Krieg muss in der Venedig-Erweiterung nicht unbedingt geführt werden. Dank der Ratsversammlung können einzelne Inseln auch durch die Rätemehrheit erworben werden. Fünf Ratssitze weist jede Insel auf, von denen drei Mandate und der Schlüssel zum Rat benötigt werden, um die Gemeinde zu übernehmen. Der Preis für einen Ratssitz ist abhängig von den Bauwerken, die eine Siedlung besitzt. Auf diese Weise booten sich die verschiedenen Spieler gegenseitig aus, denn einige Gegenden werden verdammt teuer sein, während andere wiederum zum verhältnismässigen Schleuderpreis verschachert werden.
Häppchenweise werden auch einzelne Missionen spielbar sein, die die einzelnen Spielbausteine nutzt, um ein kleines Abenteuer zu erleben. In einem Puzzle-Szenario muss eine Stadt erschaffen werden, in der niemand Steuern zahlen muss. Das ist etwas für wahre Könner, denn sowohl Adlige als auch Bürger sollen sich dort wohlfühlen und der Stadtbetrieb soll dabei produktiv bleiben. Die Vorgeschichte der Spielfigur DiMercante aus Anno 1404 wird ebenfalls näher beleuchtet. Insgesamt sollen 15 Aufgaben bis zu 40 Stunden Spielzeit an Stories bieten. Da fragt man sich, ob dieser Umfang überhaupt noch unter die Bezeichnung Addon fällt. |
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