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Anno 1404: Preview
Bevor die Händler aber in die Ferne schweifen, muss die Zivilisation dort erst einmal einen Sprung gemacht haben. Steht anfangs nur eine kleine Bauernsiedlung, muss an der Stelle irgendwann ein Dorf geschaffen werden, das sich zu einer kleinen Stadt ausweitet und in der letzten Konsequenz zu einer blühenden Metropole aufschwingt. Ist dieser Schritt gelungen, kommt der regierende Kaiser vorbei und sucht sich diesen neuen Schmelztiegel von Wirtschaft, Diplomatie, Bauplanung und Militärführung als Domizil aus. So richtig wohl fühlt er sich aber erst, wenn auch ein monumentaler Dom auf dem Platz errichtet wurde.
Anfangs sind die Entfaltungsmöglichkeiten recht überschaubar. Decken die Spieler die Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung und Wohnraum, geben sie sich auch schon zufrieden. Das ändert sich bei den höheren Zivilisationsstufen. Aus Bauern werden Bürger, aus Bürgern werden Patrizier und Adlige, die selbstverständlich einen höheren Lebensstandard geniessen wollen. So steigern sich mit den Ansprüchen der Einwohner auch die Möglichkeiten, diese zu befriedigen. Dafür sorgen schon alleine die verschiedenen Produktionsstätten, die mannigfache Waren produzieren.
Die Bedürfnisgruppen selbst vervielfältigen sich aber dabei nicht, so dass grundsätzlich nur mit den vorhandenen Ansprüchen herumexperimentiert werden muss. Wenn dann das Morgenland ins Spiel kommt, werden natürlich auch neue Bedürfnisse geschaffen. Nahrung schmeckt noch besser, wenn exotische Gewürze für die Verfeinerung bereit gestellt wurden und die Frau von Welt möchte gerne nach exquisitem Parfüm duften. Dafür lohnt sich doch eine Reise ins ferne Arabien, oder? Weniger wohlriechend kann es aber vor den Toren der Stadt zugehen, wenn eine weitere Stufe der Gesellschaft Einlass begehrt: der Stand der Bettler. Im Mittelalter weit verbreitet, zogen sie von Stadt zu Stadt, immer auf der Suche nach Bettelbriefen, die ihnen das offene Schnorren auf der Strasse erlaubten.
Der Stadtherr kann sich überlegen, ob er diese armen Menschen abweist oder Unterkünfte bereitstellt. Sesshafte Bettler stellen nämlich keine Gefahr für die anderen Bewohner oder die reisenden Händler dar. Nehmen sie aber im Stadtbild überhand, so geht die Siedlung natürlich allmählich vor die Hunde. Da möchte kein wohlhabender Bürger gerne länger verweilen. Abgewiesene Landstreicher nehmen sich aber gerne, was sie wollen, notfalls mit Gewalt, und schliessen sich zu Räuberbanden zusammen. Ein Problem, das mit Aufwand zu bekämpfen ist und schnell vermieden werden kann, indem man ein bisschen Entgegenkommen zeigt.
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