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Das Schwarze Auge - Drakensang: Preview
Gleichermassen liegt es aber sicherlich auch an der Spielmechanik. Drakensang spielt sich wie eine Mischung der Klassiker Baldur's Gate und Neverwinter Nights, garniert mit der Optik aktueller Action-Rollenspiele wie The Witcher. Den Anspruch, ein Baldur's Gate in 3D zu erschaffen, wird Radon Labs offenbar tatsächlich gerecht. Diese Herausforderung war auch richtig, denn die DSA-Reihe stand ja auch früher schon in Konkurrenz zum Dungeon & Dragons-Spielsystem.
Nach der Erstellung des Charakters starten wir im Dörfchen Avestreu. Der Ausblick ist herrlich, denn das inmitten saftiger Äcker und Wiesen befindliche Dorf hätte von keinem Meister besser als Ausgangspunkt für ein Abenteuer gewählt werden können. Die ersten Quests führen uns in einen kleinen Wald, der malerische Lichtungen, Höhlen, von hohen Tannen dunkel gewordene Ecken, ein paar Bäche und einige Höhenunterschiede zu bieten hat. Wir laufen auf eine der Anhöhen und schauen uns um. Die Aussicht ist klasse, auch in weiter Entfernung sind noch Berge auszumachen, die wir vermutlich später noch erkunden werden können.
Erste Scharmützel gegen ein paar Wölfe überstehen wir noch schadlos, doch der erste Kampf gegen eine Gruppe von stärkeren Tieren lässt uns dann doch schlucken. Ja, Drakensang ist herausfordernd, schon in diesem frühen Stadium. Nach zwei vergeblichen Versuchen sammeln wir zunächst mehr Erfahrung, erledigen ein paar gefahrlose Missionen und stehen nach zwei Stufenaufstiegen erneut dem kleinen Wolfsrudel entgegen. Mit wuchtigen Schlägen und Finten, die wir jetzt auf Knopfdruck ausüben, können wir den Tieren den Garaus bereiten und holen unsere Belohnung vom Jäger ab. Kurz darauf noch einen Bären erlegt und wir sehen uns schon als Retter des Dorfes. Drakensang lässt euch im Startgebiet alle Zeit, euch mit der Steuerung und dem Kampfsystem vertrautzumachen. Es geht gemütlich zu, bleibt jedoch fordernd. Ihr lernt eure ersten Begleiter kennen, sprecht mit einigen Charakteren und brecht nach einer Weile zur Stadt Ferdok auf.
Unterwegs kommt es zu einer zufälligen Begegnung. Das Spiel lässt uns die Wahl, ob wir uns einem Kampf stellen oder lieber fliehen möchten. Wir entscheiden uns für den Kampf und werden in ein Gebiet entlassen, welches ein paar Begegnungen mit beisswütigen Tieren bringt. Nach gut zwei Minuten können wir schon weiterziehen zur Stadt und werden nicht mehr behelligt. War Avestreu bereits hübsch anzuschauen, ist die erheblich grössere Stadt nun wesentlich beeindruckender. Der Grafikstil erinnert hier etwas an The Witcher, hat jedoch nicht dessen Vielfalt an Bodentexturen zu bieten.
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