Fallen Earth: Preview
Sand in den SchuhenDie Umgebung ist staubig, daran besteht kein Zweifel. Die spärliche und mutierte Vegetation quält sich über den steinigen Untergrund des Grand Canyons und erweckt eine Wildwestromantik, die unter sengender Sonne ausgebleicht und gebacken wird. Die meisten Gebäude haben die katastrophalen Ereignisse nur noch als Umriss überstanden. In den Siedlungen wurde alles aus Holz, Gummi und Altmetall wild zusammengetackert. Notdürftiges Flickwerk, um wenigstens den Grundbedürfnissen zu genügen.
So entsteht eine herrlich trashige Atmosphäre, in der Pferde und rostige Fahrzeuge die Ebenen durchkreuzen und wilde Gesellen, ausgestattet mit Hockey-Schlägern und rostbraunen Panzerungen, um Hässlichkeit wetteifern. Die Grafik ist gerade was die Charaktere angeht wirklich gut gelungen. Auch die Umgebung, der Himmel und die Landschaft werden stetig verbessert und versprühen schon jetzt einen starken, eigenen Charm. Was auch zum Teil daran liegt, dass echte topografische Unterlagen der Grand Canyon-Provinz als Vorlage für die Gestaltung von Fallen Earth dienten.
Dennoch merkt man dem Spiel an, das es sehr viele Details darstellen möchte, obwohl die Kämpfe schnell und actionlastig vonstattengehen. Das eher kleine Team und das wahrscheinlich überschaubare Entwicklungsbudget führten dabei fast zwangsläufig zu altbackenen Schönheitsfehlern, wie plötzlich erscheinende Grasbüschel, aufpoppende Häuser oder andere Dinge, die inzwischen mit Unschärfeeffekten und modernen technischen Kniffen besser gelöst werden können. Dem entgegenhalten muss man aber, dass die Fernsicht wirklich berauschend ist.
Von der Schraube bis zum SportwagenEs gibt eine Menge Ausrüstungsgegenstände, die ihr eurem Charakter anlegen könnt. Neben den üblichen Dingen wie Hose, Hemd, Jacke, Mütze, Handschuhe und Waffen, gesellen sich noch Mundschutz, Brille, Protektoren an Armen und Beinen dazu. Alles in allem stehen euch in eurem Charakterbildschirm 20 Ausrüstungs-Slots zur Verfügung.
Auch die Bandbreite an Waffen kann sich sehen lassen. Alleine in der Rubrik Messer kennt unser handwerklich begabter Testavatar, der gerade einmal Stufe 13 erricht hat, mehr als zehn verschiedene Varianten. Angefangen vom billigen Küchen- über Teppichmesser bis hin zum Kampf- oder Überlebensmesser. Improvisierte Nahkampfwaffen wie der Korkenzieher oder Schürhaken, verschiedenste Knüppel, Äxte, Schwerter oder sogar rausgerissene Eisenstangen mit noch anhaftendem Betonklotz sind da noch nicht mit eingerechnet.
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