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Rune Factory - A Fantasy Harvest Moon: Review
Auf BrautschauZu einem glücklichen Leben à la Harvest Moon gehört auch diesmal, eine der zahlreichen Dorfschönheiten für sich zu gewinnen und zu ehelichen. Die Auswahl liesse so manchen Agrarwirt vor Neid erblassen - von der versnobten Tochter des reichen Dorfgourmets bis zum rätselhaften Dienstmädchen kann nach Herzenslust geworben und bezirzt werden. Nur mit schönen Worten ist hier allerdings wenig zu machen. Der Grad der Verliebtheit kann stets im Menü überwacht werden und steigt in erster Linie bei kleinen und grossen Geschenken. Ohne ein geräumiges Haus mit luxuriösem Doppelbett ist an Heirat nicht zu denken. Allerdings gibt es hier kleinere Ausnahmen. Der einen oder anderen Grazie könnt ihr auch auf nichtmaterielle Weise den Hof machen, indem ihr ihnen anderweitige, im Plot verankerte Herzenswünsche erfüllt. Findet sich vielleicht mit Hilfe eines Pharmaziebuches aus der Bibliothek eine Medizin für die mysteriös erkrankte Tochter des Bürgermeisters? Diese einigermassen komplexen Spielzüge machen das soziale Leben in Kardia besonders spannend und abwechslungsreich.
Freunde fürs LebenWer in Kardia Freundschaften pflegt, erlangt im Laufe der Zeit viele Vorteile und weitere Spielmöglichkeiten. Bald könnt ihr etwa die Bewohner ausserhalb der Öffnungszeiten in ihren privaten Räumen aufsuchen und interessante Details zum Dorfleben erfahren. Wer Geschenke erhält und häufig angesprochen wird, schliesst automatisch Freundschaft mit euch. An dieser Stelle liegt leider auch einer der Hauptkritikpunkte der ansonsten sympathischen Agrarsimulation begraben. Habt ihr es euch in den Kopf gesetzt Freundschaften zu schliessen, so seid ihr gezwungen, tage- und wochenlang die gleichen Sätze und Satzfragmente über euch ergehen zu lassen. Tatsächliche Dialoge, gar mit verschiedenen Antwortmöglichkeiten, sucht ihr vergeblich.
Besonders im Rahmen der saisonal wiederkehrenden Dorffeste fällt dieser Mangel schwer ins Gewicht. Diese Feierlichkeiten gelten als gute Möglichkeit, Bande zu knüpfen und Freunde zu finden. Bekommt ihr aber 20 Mal einen Satz wie "Heute werden die Badestrände eröffnet. Wie schön, ich bade gern!" in nur leicht variierter Form zu lesen, mag der eine oder andere ein Dasein als Einsiedler und Misantroph in Betracht ziehen. Da Kochwettbewerbe und Schatzsuchen aber willkommene Abwechslung in den Farmeralltag bringen und mitunter lukrative Preise winken, lohnt es sich, über diesen Umstand wohlwollend hinwegzusehen.
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