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Gran Turismo: Review

  Playstation Portable 

Zahlen, Fakten, Gefühle

Bei der Zahl von 800 erwerbbaren Fahrzeugen, die man über 45 Strecken scheuchen kann, wird jeder Racingfan hellhörig. Die Strecken kennt man allerdings schon aus den alten PS2-Teilen. Unter den 13 Originalstrecken befindet sich auch wieder die beliebte Nordschleife des Nürburgrings. Die Drift-Rennen, eine Modeerscheinung, die wir wohl der Need for Speed-Reihe zu verdanken haben, sind ein Novum. Nicht jeder mag sie, andere schwören drauf. Bei Gran Turismo werden jetzt auch Drift-Fans bedient, allerdings nur als Rennoption und nicht in den Herausforderungen. Die Einzelrennen sind standardgemäss auf zwei Runden begrenzt und auch die Herausforderungen spielen sich in weniger als einer Minute, was eben den mobilen Faktor des Spiels hervorhebt. Allerdings kann man in den Einstellungen frei wählen, wie viele Runden man fahren wird. Wer die volle Dosis will, kann maximal 99 Runden fahren. Bei einem erfolgreichen Rennen wird der nächste Schwierigkeitsgrad freigeschaltet, der mit fordernderen KI-Gegnern daherkommt.

Die KI ist recht gut gelungen und auch sie macht oft kleine, menschliche Fehlerchen, klebt aber die meiste Zeit an der Ideallinie. Komisch ist allerdings, dass sich jeweils pro Rennen die KI an dem Auto des Spielers orientiert, was den Schwierigkeitsgrad oft schwammig macht. Das heisst, es kann sein, dass man in derselben Schwierigkeitsstufe mal gegen echte Sonntagsbummler oder auch mal gegen pfeilschnelle Fahrer antritt. Von der Fahrphysik her kann sich Gran Turismo sehen lassen. Auch der kleine PSP-Ableger bringt hier genau das Fahrgefühl rüber, das man von der PS2 und PS3 gewohnt ist. Hier steht GT drauf und ist GT drin. Doch auch wenn das Fahrgefühl top ist, ist fraglich, wie lange das Spiel motivieren kann, nachdem man alle Herausforderungen erledigt hat. Da keine Karriere vorhanden ist, ist man auf Einzelrennen angewiesen, die aber ausser neuen Highscore-Einträgen und Credits kaum motivierende Goodies bereithalten. Weil ein Online-Modus fehlt, kann man im Multiplayer nur per Ad-hoc-Methode gegen drei Freunde in der Nähe antreten. Auch wenn die Online-Komponente fehlt, sagen wir: Besser als nichts, und die Rennen gegen andere machen durchaus Spass. Zu den Fahrduellen kommt noch die Option, dass man sich Autos ausleihen und tauschen kann, was eine nette Dreingabe ist.

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Stefan Vogel am 02 Okt 2009 @ 08:38
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