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Gamehotel: 2007 Reportage

  Global 

Ebenfalls um Werbung in Spielen ging es im Vortrag von Camille Zimmermann, Leiter von Game Mediarep, der ersten Firma zur Vermarktung elektronischer Spiele in der Schweiz. Er nutzte Statistiken zur wachsenden Nutzung digitaler Spiele in der Schweiz, um die steigende Attraktivität des Mediums für die Werbe-Industrie aufzuzeigen.

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Der zweite Teil der Konferenz rückte dann die Spiele als solche in den Vordergrund. Dr. Eberhard Dürrschmid, CEO von Greentube, der Firma hinter der ORF Ski Challenge, sprach über den Erfolg des Spiels und darüber, wie es ist, ein komplett werbefinanziertes Game zu produzieren. Mittlerweile dürfte die ORF Ski Challenge den meisten ein Begriff sein. Das Gratis-Spiel, das jedes Jahr zeitgleich mit dem Beginn des Ski-Weltcups veröffentlicht wird, ist zum Kultspiel der Wintermonate avanciert. Es kann umsonst aus dem Internet heruntergeladen und gespielt werden, was durch die Einbindung von Werbung verschiedener Partner von Greentube in das Spiel ermöglicht wird. Es handelt sich dabei um ein Casual Game, das leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern ist, wie Dürrschmid selber sagte. Das ermöglicht es auch ungeübten Spielern, teilzunehmen, und sogar eSportlern, auf hohem Niveau Rennen auszutragen. Die Statistiken über die Nutzung des Spiels zeigen, dass Greentube damit den Nerv der Zeit trifft, denn es entsteht für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation: die Werbepartner können ihre Botschaft in einem attraktiven Medium vermitteln, während die Spieler ein erstklassiges Spielerlebnis umsonst geniessen können.

Danach trat Adrian Hon an das Rednerpult. Der kreative Kopf ist Chief Creative Officer von Six to Start aus London, einer Firma, welche so genannte Alternate Reality Games produziert. Spiele also, die zwar in der Realität stattfinden, aber mit Mitteln wie dem Internet, e-Mail oder Mobiltelefonen gespielt werden. Dazu werden Hinweise und Rätsel auf fiktiven Websites aufgeschaltet, in Zeitungen publiziert oder im Radio verbreitet. Die Spieler müssen diesen dann nachgehen, um das Geheimnis zu lüften. Spannend ist dabei vor allem, dass viele der Rätsel nur durch die Zusammenarbeit mehrerer Spieler zu lösen sind. Anhand mehrerer Beispiele konnte Hon zeigen, zu welchen Leistungen die Spieler in einem solchen Umfeld fähig sind, was das Potential solcher ARGs erkennen lässt. So schlossen sich mehrere Teilnehmer eines Spiels zusammen, um einen komplizierten Code zu knacken, der auf einer Website zu finden war, indem sie ihre Rechner zu einem Netzwerk vereinten, um die nötige Rechenkraft zu haben. Ein sehr spannendes Thema, von dem wir in Zukunft sicher mehr hören werden.

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Ettore Trento am 24 Okt 2007 @ 19:27