WWE SmackDown vs. Raw 2010: Review
Nicht neu, aber gehörig überarbeitet wurde das Royal Rumble-Match. Die wilde Schlacht im Ring und das fröhliche Rauswerfen über das oberste Seil kommt jetzt mit einigen neuen Minispielen, zahlreichen neuen Animationen und einem komplett neuen Spielgefühl daher und macht irrsinnig viel Spass. Schade ist, dass man es nicht geschafft hat, einige etablierte Matcharten wie das Stahlkäfig-Match, die Hell in a Cell oder die Ladder-Matches zu überarbeiten. Vor allem die Tatsache, dass es wieder keine Waffen im Cell-Match gibt, dürfte zahlreichen Fans sauer aufstossen.
Auf der Strasse...Enorm gut angekommen bei den Fans ist der Road to WrestleMania-Modus, der im vergangenen Jahr debütierte. In sechs kleinen Story-Kampagnen mit je rund drei bis vier Stunden Spielzeit habt ihr verschiedene Superstars auf dem Weg zur Jahresveranstaltung WrestleMania begleitet. Die gut inszenierten Zwischensequenzen, die hanebüchenen Geschichten wie im Fernsehen und die Tatsache, dass alle WWE-Stars sich selbst im Tonstudio gesprochen haben, kamen der Atmosphäre zugute und sorgten für ein kurzweiliges Freischalten der versteckten Charaktere und alternativen Wrestler-Outfits. Viel freizuschalten gibt es auch in diesem Jahr, unter anderem WWE-Legende The Rock und diverse versteckte Wrestler und Backstage-Bereiche. Der Umfang ist identisch, wieder gibt es sechs kleine Geschichten, wieder ist eine davon im Kooperativmodus mit zwei Spielern spielbar, und wieder ist die Qualität der Storys exzellent. Stellenweise haben sich die Entwickler sogar noch einmal übertroffen und präsentieren Wendungen und Überraschungen in bester WWE-Manier. Das sorgt für kurzweilige Stunden, auch wenn die eine oder andere Geschichte angelehnt an tatsächliche Ereignisse aus dem WWE-TV ist und dadurch vielleicht nicht ganz neu wirkt.
Neu ist, dass ihr in einer der sechs Storys eine WWE-Diva, nämlich Mickie James, spielt und dass eine weitere Story exklusiv einem von euch erstellten Wrestler vorbehalten ist. Diese Story erinnert an das WWE'sche Milan Miracle, durch das einst Santino Marella seinen Einstand feierte - wer es gesehen hat, weiss, wovon wir reden.
Create-a-DingenskirchenWo wir gerade von erstellten Wrestlern reden: Der Create-a-Superstar-Modus ist natürlich wieder mit von der Partie. Um zahlreiche Bauteile aufgestockt, ist das Tolle am diesjährigen Wrestler-Editor, dass Kleidungsstücke wie Krawatten oder auch Halsketten nicht mehr als flache Textur aufgeklebt werden, sondern als echte 3D-Objekte an eurem Wrestler landen. Gleiches gilt für Knie- und Ellbogenschoner, die jetzt endlich dreidimensional modelliert sind. Das sorgt dafür, dass die selbst erstellten Wrestler eine bis dato nicht dagewesene optische Qualität haben, die sie kaum mehr von den echten WWE-Wrestlern im Spiel unterscheidet. Neu ist auch, dass ihr mit einem Malwerkzeug, das grob an Paint erinnert, Logos, Tattoos und sogar Motive für Fanplakate entwerfen könnt, die ihr dann eurem Wrestler aufkleben oder zuordnen dürft. Das sorgt für einen zusätzlichen Touch Individualität. Wenn euch also demnächst online jemand besiegt, der das GBase-Logo auf dem Trikot hat, dann wisst ihr, wer dahintersteckt.
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