 |
|
 |
|
|
Seite 2 von 3
|
Afro Samurai: Review
Glücklicherweise hat uns schon Prince of Persia gezeigt, dass Cel-Shading zu mehr taugt, als zu niedlicher Kindercomic-Animation. Der Stil wirkt auch ganz und gar nicht nach Nippon-Nippes, sondern lehnt sich eher an europäischer Comic-Art à la Corto Maltese an. Wallende Klamotten, erdige Farben und auch Afros Kampf gegen seine inneren Dämonen drücken alleine schon den Titel in eine erwachsenengerechte Umgebung. In den zahlreichen Kämpfen wird dann aber noch einmal in aller Deutlichkeit gezeigt, warum dieses Spiel nicht in Kinderhände gehört. Der Blutgehalt sucht seinesgleichen, wenn auch in Zeichentrick-Optik. Eines kann aber zu jeder Zeit gesagt werden: den Atem raubt einem der aussergewöhnliche Look ein ums andere Mal.
Das Kampfsystem macht zunächst einen simplen Eindruck. Braucht man am Anfang nur leichte Attacken, schwere Schläge und Tritte, so steigert sich durch die vielen Kombinationen ein Zweikampf schon mal zu einer komplexen Angelegenheit, wenn man es darauf anlegt. Zwar kommt man auch mit Buttongekloppe ganz schön weit, aber bei einigen Passagen muss man unbedingt die Kombos einsetzen. Das Herausfinden kann manchmal an den Nerven zerren, vor allem, wenn die Flut der Gegner kaum Zeit für Experimente zulässt. Schlägt man sich erfolgreich durch die Level, steigt Afro Stufe für Stufe auf und kann neue Schwerttricks freischalten. Der Gipfel der Abwechslung ist das allerdings freilich nicht.
Bei den Hüpfsequenzen macht oftmals die Kamera dem Spieler einen Strich durch die Rechnung. Da muss neben Wallruns, Mehrfachsprüngen und Balanceaufgaben auch der Blickwinkel nachjustiert werden, damit man nicht zu viele Anläufe braucht. Die Schalterrätsel dagegen sind eher eine reine Laufarbeit denn Denksportaufgabe. Trotzdem sucht man häufig den richtigen Weg. Normalerweise kann man in diesen Fällen Ninja Ninja um Hilfe bitten, wenn der aber gerade keine Lust hat, erklärt er auch einfach nur, dass er nicht euer motherfuckin' GPS ist - tolle eingebildete Freunde hat man da!
Ein weiterer Punkt auf der Brutalitätsskala ist das Bodypart-Poker. Schnippelt man Feinden in bestimmter Reihenfolge die Gliedmassen ab, kommentiert Ninja Ninja das mit Hilfe eines Poker-Blatts und füllt ganz nebenbei die erschöpften Energien des Spielers wieder auf. So viel schwarzer Humor wird wohl dauerhaft einen Bogen um die Bundesrepublik machen müssen. Die Fokusenergie wir mit einem Anhänger angezeigt, den Afro mit sich trägt. Blitzt dieses Kleinod auf, kann er sich ein paar Spezialattacken erlauben. Dabei verlangsamt sich das Geschehen um die Spielfigur herum und wird schwarz-weiss gefärbt, wenn man mal von dem Blut absieht, das unweigerlich danach fliessen wird. |
|


Game-Facts
Game-Abo Was ist das?
|









|
|
|
Seite 2 von 3
|
|
|
 |
|
 |