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Virtua Tennis 2009: Review
Auch sonst bleibt alles beim Alten. Mit X (360: A) schlagt ihr per Top Spin den Ball zum Gegner, Dreieck (360: Y) initiiert einen Lob und mit Viereck beziehungsweise Kreis (360: X bzw. B) schlagt ihr einen Slice. Dieser ist allerdings ziemlich sinnlos, da ihn die virtuellen Athleten trotz perfekter Schlagposition und Zurückziehen des Analogsticks mindestens an die T-Linie spielen. Das ist ärgerlich, denn so könnt ihr auf den Gegner nie Druck ausüben und ihn zwingen, einen Sprint zum Netz zu starten. Die Möglichkeiten von Tempowechseln werden hiermit im Keim erstickt; eine Dynamik baut sich nicht auf.
Erfreulicherweise konnte Markus, der die Xbox 360-Version für uns getestet hat, einen grafischen Rückschritt nicht erkennen. Um die Playstation 3-Version hingegen hat man sich anscheinend nicht so gut gekümmert. Während unsere Profis dem gelben Ball hinterher jagen, fallen auf Sonys Konsole einige unschöne Macken auf. Von Kantenglättung hat Sumo Digital anscheinend nichts gehört, die Folge ist unschöne Treppchenbildung an fast jeder möglichen Stelle. Besonders die Stadien hat es hierbei getroffen. Ansonsten gibt es kaum bewegliche Kleidungsstücke, diese hängen fast völlig steif am Körper herab. Auch dynamische Faltenbildung wurde den Klamotten abgenommen, denn jedes Kleidungsstück hat ein paar bestimmte, vorgefertigte Falten. Und zwar immer. Auch Schweissbildung konnten wir eigenartigerweise nicht vorfinden.
Die Spieler hat es ebenso erwischt: Andy Roddick und Rafael Nadal können sich noch glücklich schätzen und zu den erkennbaren und auch durchaus gut getroffenen Profis gesellen. Roger Federer ist auch mit all seinen Gesichtszügen dabei, obwohl er etwas Sonne vertragen könnte. Den bereits erwähnten Tommy Haas hat man, genauso wie den eigenartigerweise halb weissen James Blake, komplett entstellt. All dies ist angesichts der Tatsache, dass der Vorgänger bereits zwei Jahre auf dem Buckel hat, inakzeptabel. Auch Top Spin 3 sieht selbst ein Jahr nach Release noch um Längen besser aus.
Spielmodi
Eigentlich gibt es bei Virtua Tennis 2009 viel zu tun. Es gibt Showmatches, welche nichts weiter sind als normale Begegnungen ohne speziellen Wert. Diese können natürlich allein oder mit Freunden an der Konsole bestritten werden, im Einzel oder im Doppel. Die Minispiele sind ebenfalls zurück und haben fünffache Verstärkung bekommen. Letztendlich sind diese nur Variationen der bereits bestehenden Spiele, so müsst ihr in "Pirate Wars" auftauchende Piratenschiffe abschiessen und ihren Kanonenkugeln ausweichen.
Im Arcade-Modus erwarten euch fünf Matches gegen fünf zufällige Gegner an fünf verschiedenen Orten. Wenn ihr alle gewinnt wartet ein Geheimturnier gegen eine Legende. Das Balancing hat uns allerdings nicht so gut gefallen, da die Legenden plötzlich fast unbesiegbar werden, während die Partien vorher, je nach Schwierigkeitsgrad, nicht annähernd so herausfordernd waren. |
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